06.06.2014

Er besticht durch borstiges, bisweilen zotteliges Fell, kurze, krumme Beine und ein recht durchdringendes Organ. Zudem ist er für seinen Dickkopf bekannt. Gleichwohl gilt er als Schelm unter den Hunden und ist wahrscheinlich deshalb bei den Menschen so beliebt: der Dackel. Er hat – außer vielleicht mit seinem ausgeprägten Selbstbewusstsein – wenig Gemeinsamkeiten mit einer reißenden Bestie.

Doch ARAG Experten weisen darauf hin: Wenn der kleine Liebling einmal zubeißt, kann er als „gefährlicher Hund“ eingestuft werden. So geschehen bei einer Dackeldame aus Mittelhessen, die einem Nachbarn ins Knie biss. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden und forderte Schmerzensgeld von der Hundehalterin.

Und nicht genug damit: Es folgten ein Wesenstest und eine zehnfach erhöhte Hundesteuer von 50 auf 500 Euro jährlich. Denn trotz erfolgreich bestandenem Test und dem Hinweis des Frauchens, dass ihr Liebling zuvor provoziert wurde, galt das Tier von Stund an als gefährlich und wurde damit auf eine Stufe mit Hunden der Rassen Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier und Bullterrier gestellt (VG Gießen, Az. 8 K 1563/13).

UNSERE EMPFEHLUNG

Hundehaftpflicht

Auch der treueste Vierbeiner kann tierisch Schaden anrichten. Wir bewahren Sie vor den finanziellen Folgen.

Teures Gassi gehen – Bußgelder für Hundehaufen

Bis zu 1.000 Euro müssen Hundebesitzer jetzt berappen, wenn sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner liegenlassen.

Tiere retten: Darf man bei Hitze eine Auto­scheibe einschlagen?

Jeder, der ein Tier vor dem drohenden Hitzetod rettet, ist rechtlich auf der sicheren Seite. Lesen Sie, wie Sie sich am besten verhalten sollten.

Wie muss ich einen Hund im Auto sichern?

Tiere im Auto sind laut Straßenverkehrs­ordnung Ladung. Wie man sie sicher transportiert und was Autofahrer sonst noch wissen sollten, erklären unsere Experten.