26.01.2012

TÜV – Nachhilfeinstitute auf dem Prüfstand

Die Zeugnisse sind da! Für viele Schüler gehört Nachhilfeunterricht ab sofort zum Alltag. Jeder dritte bis vierte Schüler in Deutschland hat schon einmal Nachhilfe in Anspruch genommen, Tendenz steigend. Ein lukrativer Markt, der entsprechend viele Dienstleister auf den Plan ruft. Aber ohne Orientierungshilfen lässt sich die Qualität eines Anbieters im Vorfeld nur schwer einschätzen. Eltern, die geeigneten Unterricht für ihre Kinder suchen, sollten sich genau über das jeweilige Angebot informieren: Wie groß sind die Lerngruppen? Welche Qualifikation bringt der Nachhilfelehrer mit? Was steht im Kleingedruckten der Verträge?

Diese Recherche wird bei Anbietern erleichtert, die ein Prüfzeichen vom TÜV Rheinland vorweisen können. Dieser zertifiziert professionelle Nachhilfeinstitute, die Kriterienliste des Qualitätsstandards umfasst rund 90 verschiedene Punkte. Dazu gehört etwa die Forderung, dass Lerngruppen aus maximal fünf Schülern bestehen sollen. Unterrichten dürfen nur qualifizierte Lehrkräfte, die geeignete Lernmaterialien einsetzen, Lernstrategien vermitteln und die Fortschritte der Kinder dokumentieren.

Ebenfalls auf dem Prüfstand gehört laut ARAG Experten die Kundenbetreuung, also eine umfassende Erstberatung sowie regelmäßig stattfindende Elterngespräche. Erst wenn solche Kriterien erfüllt sind und unter anderem auch die Immobilie des Anbieters alle sicherheitstechnischen Bestimmungen erfüllt, vergibt der TÜV Rheinland das Prüfzeichen.