17.12.2012

Erben: Eine Anrechnungsbestimmung vermeidet Streit

Streit ums Erbe muss nicht sein - wenn Eltern eine Anrechnungsbestimmung erlassen – für Zuwendungen, die sie ihren Kindern zukommen lassen. Häufig können auch erwachsene Kinder auf die Unterstützung ihrer Eltern zählen: bei der Anschaffung eines neuen Autos, beim Kauf eines Hauses oder in einer schwierigen Lebenssituation.

Mit diesen so genannten Vorausempfängen kommt nicht nur ein Kind früher in den Genuss eines Teil des Vermögens, sondern es verringert sich auch das Gesamterbe – folglich wird der Anteil der anderen Geschwister ebenfalls kleiner. Erbstreitigkeiten sind damit häufig programmiert. Um eine faire Vermögensaufteilung unter Geschwistern sicherzustellen, raten ARAG Experten dazu, derartige Zuwendungen mit der Bestimmung zu leisten, dass diese auf den Pflichtteil angerechnet werden soll.

Eine solche Anrechnungsbestimmung muss dem Empfänger der Zuwendung gegenüber abgegeben und von diesem in ihrer Tragweite verstanden werden. Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an. Die Anrechnungsbestimmung muss vor oder zumindest gleichzeitig mit der Zuwendung erfolgen. Nachträgliche Bestimmungen können mit Einwilligung des Pflichtteilsberechtigten notariell beurkundet werden.