03.02.2017

Wenn Kassenärzte die Nase voll haben, dürfen sie nach Auskunft von ARAG Experten nicht einfach in den Streik treten, auch wenn sie damit schlechter gestellt sind als z.B. Arbeitnehmer. Stattdessen haben sie nur die Möglichkeit, bei Streitigkeiten mit Krankenkassen oder der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ein Schiedsamt anzurufen. Diese Entscheidung können niedergelassene Ärzte dann gerichtlich prüfen lassen.

Ihre Praxis jedoch einfach während der Sprechstundenzeit für einen Warnstreik zu schließen, ist nicht erlaubt. Und so musste sich ein Mediziner zu Recht einen Verweis von der KV gefallen lassen. Er hatte seine Praxis geschlossen, um an einem Warnstreik für Vertragsärzte teilzunehmen. Damit habe er aber schuldhaft seine vertragsärztlichen Pflichten verletzt (Bundesarbeitsgericht Kassel, Az.: B 6 KA 38/15).

UNSERE EMPFEHLUNG

Rechtsschutz für Ärzte

Sie kümmern sich um Ihre Patienten, wir uns um die Paragrafen. So können Sie trotz hoher Verantwortung stets souverän bleiben.

Ärzte müssen medizinische Standards berücksichtigen

Verlangt ein Patient eine Behandlung, die gegen medizinischen Standard verstößt, muss ein Arzt diese ablehnen. Die Details stehen in unserem Rechtstipp.

Medikamente: Genaue Aufklärung über Nebenwirkungen

Ärzte müssen ihre Patienten umfassend über alle Nebenwirkungen aufklären. Ansonsten riskieren sie hohe Schmerzensgeldforderungen.

Schmerzensgeld für mangelnde Aufklärung beim Zahnarzt

Zahnärzte sind sogar verpflichtet, ihre Patienten über die verschiedenen Betäubungsmöglichkeiten aufzuklären.