20.10.2010

Flugverspätung: Ausgleichszahlung bemisst sich nach Entfernung zum Endziel

Macht ein Fluggast eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung geltend, weil sein Zubringerflug storniert wurde, kommt es für die Höhe der Entschädigung auf die Distanz zum Endziel an, das verspätet erreicht wurde. Das geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor. Im Fall hatte ein Fluggast für sich und seine Frau einen Überseeflug von Berlin über Amsterdam nach Curacao gebucht. Aufgrund einer Streichung des Fluges Berlin-Amsterdam kamen sie erst einen Tag später als geplant in Curacao an.

Der BGH entschied, dass ihnen wegen der Annullierung der ersten Teilstrecke jeweils ein Ausgleichsanspruch in Höhe von 600 Euro zusteht. Die Entschädigungshöhe richte sich nicht nur an der Distanz des Zubringerfluges, sondern an der Gesamtstrecke aus, so die Karlsruher Richter. Dies steht auch im Einklang mit der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu dieser Thematik. Fluggäste können daher eine Entschädigung im Hinblick auf die Gesamtdistanz verlangen, wenn sich diese aus mehreren Teilstrecken zusammensetzt, auch wenn die Verspätung am Ankunftsort nur aus der Verspätung eines Teilfluges resultiert (Az.: Xa ZR 15/10).

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