30.11.2021

Auch bei Minusgraden im Campingfahrzeug statt im Hotel oder der Pension übernachten. Das klappt auch in Skigebieten und ist in der Pandemie unter Einhaltung aller Vorschriften sicher eine gute Idee. Wir haben einige Tipps zu Vorbereitung und Ausstattung, damit der Urlaub für Campingbegeisterte ganz gemütlich wird.

Gut vorbereitet ins kalte Vergnügen

Im Winter ist die Auswahl an Campingplätzen stark begrenzt, weil viele Betreiber in der kalten Jahreszeit schließen. Gleichzeitig nimmt die Beliebtheit vom Wintercamping zu, so dass es bei der Verfügbarkeit von Stellplätzen eng werden kann. Kümmern Sie sich frühzeitig um eine Reservierung und nehmen sich genug Zeit für die Auswahl des Campingplatzes.

So sollte der Platz möglichst über beheizte Sanitäranlagen verfügen und – wenn Wintercamper auch Skifahren wollen, wenn möglich Trockenräume für die Skiausrüstung anbieten, so dass die nasse Kleidung keinen wertvollen Platz im Wohnmobil wegnimmt. Für die Dinge des täglichen Lebens ist ein gut erreichbarer Supermarkt wichtig. Idealerweise hat der Campingshop ganzjährig geöffnet, so dass man vor allem bei extremem Winterwetter das Fahrzeug nicht bewegen muss.

Da der Gasverbrauch im Winter natürlich höher ist als im Sommer, raten Experten zu einer Platzwahl, auf der ein Gasflaschen-Tausch möglich ist. Falls es keinen Nachschub auf dem Campingplatz gibt, sollte der nächste Gasflaschen-Anbieter ebenfalls am besten nicht allzu weit entfernt sein.

Wer über Wildcampen nachdenkt, sollte sich gut informieren, wo dies möglich ist. In Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern ist das Campen außerhalb von Stellplätzen in der Regel tabu. Hierzulande wird nur ein Auge zugedrückt, wenn während der Reise eine längere Pause eingelegt wird, um die Fahrtüchtigkeit wiederherzustellen und es darf nicht der Anschein des Wohnens erweckt werden, also Campingmobiliar etc. muss verstaut bleiben. Dabei darf das Wohnmobil aber nicht länger als zehn Stunden im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. In Skandinavien oder beispielsweise im Baltikum ist es hingegen in der Regel erlaubt, sich an Straßenränder oder auf öffentliche Parkplätze zu stellen, allerdings ist dies manchmal nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

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Das wintertaugliche Fahrzeug

  • Früh reservieren

    Was für die Auswahl des Platzes gilt, gilt ebenso für das Fahrzeug: Die Auswahl an Wohnwagen und Wohnmobilen ist im Winter deutlich eingeschränkt. Reservieren Sie sich frühzeitig ein Fahrzeug.
  • Probefahrt machen

    Bevor es auf große Fahrt geht, sollten vor allem ungeübte Wohnmobil- oder Wohnwagen-Fahrer eine Probefahrt beim Vermieter oder am besten ein Fahrsicherheitstraining absolvieren, denn Eis und Schnee sind selbst für Profis eine Herausforderung. Auch das Ein- und Ausparken sowie das Rangieren auf engeren Plätzen ist kein Kinderspiel.
  • Winterreifen sind wichtig

    Fahren Sie im Winter niemals ohne Winterreifen. Für Zugfahrzeuge und Wohnmobile sind sie sogar zwingend notwendig, für Wohnwagen hingegen herrscht – zumindest in Deutschland – keine Winterreifenpflicht. Die empfohlene Profiltiefe liegt bei vier bis fünf Millimetern (mm), in Österreich ist sogar eine Mindestprofiltiefe von vier mm gesetzlich vorgeschrieben.
  • Schneeketten sollten mit

    Schneeketten sollten bei der winterlichen Grundausstattung eines Wintercaravans nicht fehlen. Deren Handhabung sollten Fahrer vorher allerdings üben, dann sitzen die Handgriffe, wenn die Ketten bei winterlicher Kälte aufgezogen werden müssen. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb gehören die Schneeketten nach hinten, bei Frontantrieblern und Allradfahrzeugen müssen sie vorne montiert werden.
  • Nützliche Begleiter

    Hilfreiche Begleiter beim Wintercamping können auch Handschuhe, eine Isomatte und eine helle Taschen- oder Stirnlampe sein, ebenso wie Sand, eine Schaufel und ein Spaten, um sich bei starkem Schneefall auch aus brisanten Lagen befreien zu können.

Stellplatz mit Strom

Wer einen winterlichen Stellplatz ergattert hat, sollte darauf achten, dass der Untergrund fest und eben ist. Zudem sollte er gut geräumt sein. Ist der Boden nämlich von Eis und Schnee bedeckt, könnte das Gefährt bei Tauwetter kippen.
Wichtig beim Wintercampen ist ein fester Außenstromanschluss, da man in dieser Jahreszeit mehr Zeit im Fahrzeug verbringt und deutlich mehr Strom für Licht, Kühlschrank und Co. benötigt. Stromkabel sollten frostsicher sein und so verlegt, dass sie beim Schneeräumen nicht beschädigt werden können.

Die Heizung – der beste Freund beim Wintercamping

Gerade beim Campen in der kalten Jahreszeit entscheidet die Heizung über Top oder Flop des winterlichen Abenteuers. Damit es auch bei Tiefsttemperaturen keine Vereisungsprobleme gibt, raten die ARAG Experten beim Heizen zum Einsatz von Flüssiggas aus Propan und Butan, das immer gasförmig bleibt. Camper sollten immer zwei Flaschen Gas dabeihaben, mit denen man etwa eine knappe Woche auskommt. Ansonsten riskieren sie eingefrorene Wasserleitungen, eine kalte Dusche oder eine ausgefallene Heizung. Moderne Fahrzeuge verfügen meist sogar über ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik von leerer auf volle Gasflasche. Das erspart den Urlaubern nächtliches Gasflaschenwechseln bei bitterer Kälte, denn eins ist klar: Das Gas geht meistens im unpassendsten Moment zur Neige.

Im Wohnmobil oder Wohnwagen gibt es einige Be- und Entlüftungsöffnungen, die für Luftzirkulation sorgen. Und die ist gerade beim Heizen mit Gas enorm wichtig. Daher raten die ARAG Experten, unbedingt darauf zu achten, dass diese Öffnungen nicht zugestellt oder blockiert werden. Auch die Dachluke sollte über Nacht einen Spalt geöffnet bleiben, damit sich die Luft nicht staut. Wie zu Hause sollten Wintercamper regelmäßig stoßlüften, vor allem, wenn feuchte Skikleidung im Fahrzeug trocknet.

Wasser marsch!

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt riskieren Wintercamper eingefrorene Wasserleitungen oder gar Frostschäden an Wassertank und Boiler. Daher sollte die Heizung auf niedriger Stufe durchlaufen, selbst, wenn sich niemand im Fahrzeug aufhält. Zudem verhindert eine konstante Temperatur im Fahrzeug, dass sich der sogenannte Frostwächter öffnet und das Wasser automatisch ablaufen lässt, wenn es kälter als vier Grad wird. Das kälteempfindliche Sicherheitsventil sorgt so dafür, dass die Wasseranlage nicht einfriert.

Damit der Abwassertank nicht einfriert, raten die ARAG Experten, entweder etwas Salz oder Frostschutzmittel einzufüllen. Ist der Abwassertank nicht isoliert, kann man den Abwasserhahn geöffnet lassen, stellt einen Eimer darunter und sammelt dort das Abwasser.

Ein Vorzelt bietet viele Vorteile

Wer auch im Winter ein Vorzelt dabei hat, muss sich um kalte Getränke und gekühlte Lebensmittel keine Gedanken mehr machen. Doch die ARAG Experten raten hier zu speziellen Wintervorzelten, die robuster sind und durch ein deutlich steileres Dach auch unter leichter Schneelast nicht zusammenbrechen. In der Regel sind sie etwas kleiner als ihre sommerlichen Kollegen, da sie eher als Klimaschleuse und als Abstellraum für sperrige Skiausrüstung dienen. Für den Aufbau des Vorzeltes sollten Camper Hammer und Zange dabeihaben, um die Heringe damit in den Boden schlagen und anschließend wieder herausziehen zu können.

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