16.05.2014

Nun ist es endgültig, wie ARAG Experten informieren: Die Angestellte einer Werbeagentur darf ihre dreibeinige Hündin „Kaya“ nicht länger mit ins Büro nehmen. Die Entscheidung des Arbeitgebers sei von dessen Direktionsrecht gedeckt, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Düsseldorf – und bestätigte damit das Urteil des Arbeitsgerichts (ArbG) Düsseldorf aus erster Instanz (ARAG berichtete im November 2013). Die Werberin durfte ihre Hündin Kaya, die sie von der Tierhilfe aus Russland geholt hatte, drei Jahre lang mit ins Büro nehmen. Dann wurde ihr dies vom Arbeitgeber verboten. Der begründete seine Entscheidung damit, dass das Tier traumatisiert sei und ein gefährliches Verhalten an den Tag lege. Unter anderem knurre Kaya die Kollegen der Agentur an, die sich deshalb nicht mehr ins Büro des Frauchens trauten. Diese war allerdings der Meinung, das Verbot verstoße gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung, weil auch andere Hunde mit ins Büro dürften.

Doch die ARAG Experten erklären: Die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Angestellte ihre Hunde mit ins Büro bringen dürfen, unterliegt dem Direktionsrecht des Arbeitgebers. Die dabei zunächst zugunsten des Hundes getroffene Entscheidung hat der Arbeitgeber später ändern dürfen, weil er sachliche Gründe hierfür hatte. Nach richterlicher Prüfung der Beweislage sei erwiesen, dass Kaya den Arbeitsablauf störe und die Kollegen der Klägerin sich subjektiv bedroht und gestört fühlten. Weil ein sachlicher Grund für das Verbot vorlag, habe der Arbeitgeber auch nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen. Anhaltspunkte für ein von der Angestellten behauptetes Mobbing sah das LAG ebenfalls nicht (Az.: 9 Sa 1207/13).

UNSERE EMPFEHLUNG

Hundehaftpflicht

Auch der treueste Vierbeiner kann tierisch Schaden anrichten. Wir bewahren Sie vor den finanziellen Folgen.

Teures Gassi gehen – Bußgelder für Hundehaufen

Bis zu 1.000 Euro müssen Hundebesitzer jetzt berappen, wenn sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner liegenlassen.

Tiere retten: Darf man bei Hitze eine Auto­scheibe einschlagen?

Jeder, der ein Tier vor dem drohenden Hitzetod rettet, ist rechtlich auf der sicheren Seite. Lesen Sie, wie Sie sich am besten verhalten sollten.

Wie muss ich einen Hund im Auto sichern?

Tiere im Auto sind laut Straßenverkehrs­ordnung Ladung. Wie man sie sicher transportiert und was Autofahrer sonst noch wissen sollten, erklären unsere Experten.

Cookies auf ARAG.DE

Wir verwenden verschiedene Arten von Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Details und Widerspruchsmöglichkeiten finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

Hier finden Sie das Impressum.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Den Link zu unseren Datenschutzhinweisen finden Sie
jeweils am Ende jeder Seite (im Footer-Bereich).