22.08.2017

Karstadt und Kaufhof, VW und Mercedes, Lufthansa und der FC Bayern München und jetzt auch IKEA – alle haben eine eigene Kreditkarte! Geworben wird mit Extras vom Tankrabatt bis zum günstigen Kredit. ARAG Experten raten allerdings, die Konditionen genau zu prüfen, bevor man etwas unterschreibt.

Kundenbindung ist das Ziel

Die Absicht ist klar: Die Unternehmen wollen mit den eigenen Kreditkarten in einen engeren Kontakt zu den Kunden treten und die Kundenbindung verbessern. Deshalb haben ihre Karten einen Zusatznutzen haben, der sie von den normalen Kreditkarten unterscheidet.

So lockt der ADAC mit Tankrabatten, während der FC Bayern München den Zugriff auf ein Sonderkontingent von Eintrittskarten für Heimspiele des Vereins verspricht. Die Sonderleistungen sind aber mit Kosten verbunden, welche die Unternehmen auf die eine oder andere Weise wieder reinholen müssen, geben ARAG Experten zu bedenken. Der Verbraucher sollte sich also vor Abschluss eines Vertrages eingehend fragen, ob er den angebotenen Zusatznutzen wirklich benötigt.

Sonderkonditionen, die nichts besonderes sind

Gelockt wird auch mit besonders günstigen Konditionen, die einer genauen Überprüfung oftmals nicht standhalten. So verspricht das schwedische Möbelhaus IKEA den Kunden mit der hauseigenen Kreditkarte besonders günstige Zinsen bei der Ratenzahlung – ein Kaufanreiz, sogar wenn der Kunde gerade knapp bei Kasse ist.

Der Zinssatz, den IKEA bei Ratenkauf im eigenen Laden gewährt, liegt mit 4,9 Prozent effektivem Jahreszins gerade einmal im Mittelfeld; im Internet findet man wesentlich günstigere Angebote. Richtig teuer wird es , wenn man mit der IKEA-Kreditkarte in Fremdläden einkauft und Ratenzahlung vereinbart – 13,9 Prozent Zinsen werden dann nämlich fällig: In Zeiten der Niedrigzinspolitik viel zu teuer!

IKEA ist aber kein Einzelfall: Bei vielen Lockangeboten im Zusammenhang mit Händler-Kreditkarten haben Verbraucherschützer ähnliche Kostenfallen entdeckt.

Gut zu wissen

ARAG Experten raten dazu, sich vor der Unterschrift genau zu überlegen, was man von einer Kreditkarte eigentlich erwartet, und sich die Mühe zu machen, auch das Kleingedruckte genau zu lesen.

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