30.09.2015

Wenn Rentner länger arbeiten wollen

Was passiert eigentlich, wenn Arbeitnehmer zum üblichen Termin nicht in Rente gehen wollen? Können sie einfach weiterarbeiten? Wie sieht es mit Urlaubsansprüchen aus? Oder wenn sie krank werden? Die ARAG Rechtsexperten sagen, was zu beachten ist.

Mit 65 ist noch lange nicht Schluss

Die Regelaltersrente gibt es für die meisten Arbeitnehmer derzeit ab 65 Jahren und ein paar Monaten. Doch niemand muss dann in Rente gehen. Weiter zu arbeiten ist keineswegs verboten – und zahlt sich bei der späteren Rente zudem aus. Wer sich noch fit fühlt für den Job und eventuell nur ein geringes Altersruhegeld beziehen wird, muss nicht in den Ruhestand gehen. ARAG Experten raten interessierten Senioren zu einem Check ihres Arbeitsvertrags. Wenn es im Arbeitsvertrag keine altersmäßige Begrenzung und auch keinen Verweis auf einen Tarifvertrag mit einer entsprechenden Altersregelung gibt, läuft das Arbeitsverhältnis mit 65 ganz normal weiter. Eine Kündigung aus Altersgründen ist dann sogar verboten. Eine Befristung des Arbeitsvertrags bis zum regulären Rentenalter ist dagegen erlaubt. Diese Regelung dürfte sich in den meisten neueren Arbeitsverträgen finden. Arbeitsrechtlich ändert sich für Beschäftigte jenseits der 65 wenig. Sie haben – genau wie Jüngere – Anspruch auf Urlaub, für sie gilt das Kündigungsschutzgesetz und im Krankheitsfall steht ihnen eine sechswöchige Entgeltfortzahlung zu. Danach bekommen sie allerdings nur für eine Übergangsfrist Krankengeld. Die Krankenkasse kann sie nämlich zum Rentenantrag auffordern.

Das Plus für die Rente

Wer mit Erreichen des regulären Rentenalters weiterarbeitet, wird später mit einer deutlich höheren Rente belohnt. Die Altersrente fällt pro Monat des späteren Einstiegsalters um 0,5 Prozent höher aus. Wenn ein Arbeitnehmer im Rentenalter noch ein Jahr dranhängt und erst mit 66 Jahren seine Rente beantragt, steigt sein Altersruhegeld also allein deshalb schon um sechs Prozent. Durch die weiter gezahlten Rentenbeiträge summiert sich das Rentenplus – je nach Höhe seiner beitragspflichtigen Einkünfte – auf acht bis zehn Prozent.

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