29.08.2019

Er liest die E-Mail-Kontakte und -Inhalte aus. Er antwortet sogar auf E-Mails, mit denen der Absender erst kürzlich in Kontakt stand. Dabei tarnt er sich in puncto Betreff, Anrede und Signatur so geschickt, dass der Empfänger keinen Verdacht schöpft.

Doch damit nicht genug: An die infizierten Computer wird – nun ungehindert – weitere Schadsoftware geschickt, die zu weiterem Datenabfluss oder gar zur Kontrollübernahme des ganzen Systems führen. Emotet heißt dieser brandgefährliche Trojaner, der nach Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weltweit und seit April auch in Deutschland als eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware gilt und hohe Schäden verursacht.

Die ARAG Experten raten zu besonderer Umsicht beim Öffnen von Dateianhängen oder dem Anklicken von Links. Im Zweifelsfall kann ein Anruf beim Absender helfen, die Mailinhalte zu verifizieren. Darüber hinaus sollten PC-Nutzer regelmäßig ihre Daten sichern – am besten auf einer externen Festplatte – und die Antiviren-Software immer auf aktuellstem Stand halten. Wer betroffen ist, sollte umgehend all seine Mail-Kontakte informieren und alle Passwörter, die auf dem infizierten Computer gespeichert sind, ändern. Da Emotet zum Teil sehr tief ins System eingreifen kann, hilft im schlimmsten Fall nur eine komplette Neuinstallation.

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