01.10.2013

Gute Nachrichten für Strom- und Gaskunden

Im vergangenen Jahr traten verschiedene gesetzliche Vorschriften in Kraft, die für Energiekunden eindeutige Verbesserungen bedeuten. So gibt es seitdem eine neue Schlichtungsstelle Energie und die gesetzlich vorgeschriebene Zeit für einen Wechsel des Strom- und Gasanbieters wurde verkürzt. ARAG Experten erläutern die Details.

Stromanbieter sind nach dem geänderten Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verpflichtet, ihre Kunden in Rechnungen und Verträgen umfassender zu informieren. Auch wenn es einmal Ärger mit dem Versorger gibt, kann ein Blick auf die Rechnung helfen. Denn dort müssen die Lieferanten ihre Kunden auf ihr Recht hinweisen, ein Verfahren zur Streitbeilegung beantragen zu können. Dazu müssen die Energielieferanten Anschrift und Kontaktdaten der Schlichtungsstelle Energie nennen, die seit 2011 tätig ist. An diese Schlichtungsstelle kann sich jeder Energiekunde wenden, der sich zuvor beim Anbieter beschwert hat und keine Einigung erzielen konnte.
Strom- und Gaskunden können außerdem schneller als früher den Anbieter wechseln. Das schreibt ebenfalls das EnWG vor. Sobald der neue Strom- oder Gasanbieter den Kunden beim Netzbetreiber angemeldet hat, muss der Wechsel dann innerhalb von drei Wochen über die Bühne gegangen sein. Anders als früher ist es auch nicht mehr erforderlich, dass der im Vertrag vereinbarte Lieferbeginn auf den ersten des Kalendermonats datiert ist. Die Strom- oder Gaslieferung kann also an jedem beliebigen Wochentag beginnen.
ARAG Experten weisen nochmal darauf hin, dass auch so genannte Wechselgebühren laut Gesetz unzulässig sind! Das heißt, als Kunde muss man keinerlei Gebühren an den Versorger zahlen, wenn man zu einem anderen Stromanbieter wechselt.