01.02.2018

Mietern muss ihre Nebenkostenrechnung bis zum Ende des darauffolgenden Jahres, Stichtag 31.12., vorliegen. So steht es nach Angaben der ARAG Experten im Paragraf 556 des Bürgerlichen Gesetzbuches und daran muss sich jeder halten. Auch eine Gemeinschaft von Wohnungseigentümern, die die Nebenkosten zunächst prüft, bevor sie dem Mieter zugehen.

In einem konkreten Fall flatterte dem Mieter seine Abrechnung erst zwei Jahre später in den Briefkasten. Durch schlampige Arbeit eines angestellten Hausmeisters, der auch für die Nebenkosten zuständig war, hatte sich die Abrechnung derart verzögert, dass er gefeuert wurde. Bis sein Nachfolger die Nebenkosten korrekt erfasst hatte, war die einjährige Frist längst versäumt. Nach Ansicht der ARAG Experten muss der Mieter für seine veralteten Nebenkosten dennoch nicht aufkommen. Vielmehr hätte die Eigentümergemeinschaft bereits viel früher erkennen müssen, dass der Hausverwalter ihnen bereits seit Jahren unzureichende und fehlerhafte Wohngeldabrechnungen vorgelegt hatte (Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 249/15).

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