Auf den Punkt

 
  • In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 2,2 Millionen private Swimming-Pools.
  • Die Kosten eines Pools setzen sich neben der Anschaffung bzw. dem Bau vor allem aus Heizkosten und Instandhaltung zusammen.
  • Laut Energieeinsparverordnung dürfen private Pools aktuell nicht aus dem Strom- oder Gasnetz beheizt werden.
  • Ihren Pool können Sie auch nachhaltig heizen, zum Beispiel mit Solarenergie.
  • Einbaupools bis 100 Kubikmeter benötigen in der Regel keine Baugenehmigung, sofern sie sich im bauplanungsrechtlichen Innenbereich befinden.
 

Private Schwimmbäder in Deutschland: Zahlen & Fakten

Immer mehr Menschen erfreuen sich an einem eignen Pool, in dem sie ungestört schwimmen, planschen oder einfach nur entspannen können. 2020 standen bereits über 2,2 Millionen Pools in deutschen Gärten oder Häusern – Tendenz steigend. Dabei machen Aufstellpools den größten Anteil aus.

Über 2,2 Millionen private Swimming-Pools in Deutschland

Neben den praktischen und in der Regel kompakteren Aufstellpools gibt es noch zahlreiche andere Arten von Schwimmbecken. Viele Eigenheimbesitzer entscheiden sich lieber für eingelassene Pools, welche zwar mit Baumaßnahmen und eventuellen Anträgen verbunden sind, aber optisch ansprechender in die Gartengestaltung integriert werden können. Außerdem ist die Lebensdauer eines solchen Einbaupools in der Regel wesentlich länger als bei aufstellbaren Alternativen. Auch umweltfreundliche Salzwasserbecken und eingebaute Whirlpools erfreuen sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland. Manche entscheiden sich gar für den Bau aufwendiger Infinity Pools, Swim Spas oder privater Hallenbäder. Die Liste ist lang und so individuell wie die Pools gestalten sich die jeweiligen Kosten dafür.

 

Was kostet ein Pool im Garten?

Beim Bau eines Pools kommen viele Kosten auf Sie zu. Diese richten sich vor allem nach der Größe und dem Material. Das Becken allein macht dabei nicht einmal den Hauptanteil der Kosten aus. Sie zahlen außerdem für die benötigten Bauarbeiten, die Poolfüllung und weiteres Zubehör.

Diese Faktoren sind entscheidend dafür, was ein Pool kostet:

  • Größe:
    Je größer das Poolbecken, desto aufwendiger und teurer wird der Bau.
  • Material:
    Fertige Poolbecken aus Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK-Pools) sind günstiger als betonierte und geflieste Pools. Zu den teuersten Pool-Varianten zählen maßgeschneiderte Edelstahlbecken.
  • Baukosten:
    Bei fest installierten Pools müssen Sie mit Kosten für Bauplanung, Genehmigungen, Aushub und Fundament rechnen. Auch der Transport großer Fertigbecken ist nicht gerade günstig.
  • Betriebskosten:
    Laufende Kosten für Swimming-Pools sind nicht zu unterschätzen. Schließlich entstehen weitere Kosten durch Reinigung, Betrieb von Wasserpumpen oder Heizung und mögliche Reparaturen.

Von flachen Planschbecken bis hin zu großen Quick-up-Pools, bieten Aufstellbecken eine Vielzahl an verschiedenen Ausführungen. Die Preise fangen bei zweistelligen Beträgen an und reichen bis zu ca. 500 Euro. Außer Becken und Poolmatte sind keine weiteren Materialien notwendig. Ähnlich sieht es bei den Framepools aus. Modelle mit einem Volumen von rund 30 m³ mit Sandfilter sowie Leiter gibt es bereits für ca. 1000 Euro.

Für die meisten Einbaupools mit Stahlwand und einem ähnlichen Volumen zahlen Sie ca. 1500 Euro. Die passende Filteranlage für einen solchen Pool kostet Sie noch einmal 200 Euro zusätzlich. Dazu kommen weitere Ausgaben für das Ausheben der Grube und das Fundament. Kleine Bagger können Sie sich für 100 Euro pro Tag ausleihen.

Bei Folienbecken mit Styroporsteinen belaufen sich die Kosten auf 10.000 bis 15.000 Euro. Ein Schwimmteich fängt bei rund 10.000 Euro an und für reine Betonbecken geben Sie für gewöhnlich mindestens 25.000 Euro aus.

 

Wie teuer ist es, einen Pool mit Wasser zu füllen?

Ist der Pool gebaut, muss nur noch Wasser rein. Mit einem Standrohr von Ihrem Wasserversorger füllen Sie den Pool wesentlich schneller als mit dem herkömmlichen Gartenschlauch. Wer einen Pool mit dem Hausanschluss befüllen will, zahlt die üblichen Trinkwasser- und Abwasserkosten. Dabei gehen die Preise für einen Kubikmeter Wasser je nach Anbieter und Region weit auseinander.

  • In Niedersachsen gab es mit Kosten von 1,31 Euro pro m³ die niedrigsten Preise.
  • Die Baden-Württemberger zahlten 2,20 Euro pro m³ am meisten für ihr Trinkwasser. Das Abwasser kostet dort 2019 rund 1,94 Euro pro m³.
  • In Rheinland-Pfalz schwankten die Preise zwischen 0,90 und 3,20 Euro pro m³.
 

Beispielrechnung

Wenn Sie das Volumen Ihres Pools kennen, können Sie die Gesamtkosten der Befüllung individuell ausrechnen. Gehen wir von einem durchschnittlichen Trinkwasserpreis von 1,79 Euro und Abwasserkosten von 1,94 Euro aus, dann zahlen Sie pro Kubikmeter 3,73 Euro.

Bei einem 30-Kubikmeter-Pool ergibt das Wasserkosten für das Füllen von 111,90 Euro.

 

Gut zu wissen: Fragen kostet zwar nichts, aber die Feuerwehr hat meistens Besseres zu tun, als Pools zu befüllen. Außerdem besitzen die Frauen und Männer von der Feuerwehr keine Standrohre mit Zählern, was zu Problemen bei der Abrechnung führt. Kostenlos füllt Ihnen die Feuerwehr Ihren Pool – wenn überhaupt – mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht. Bleibt also noch Option zwei: das Standrohr mit Zähler vom Versorger.

 

Kosten für die Reinigung des Pools

Ein sogenannter Oberflächen-Absauger, häufig Skimmer genannt, filtert nicht alle Verunreinigungen aus dem Poolwasser. Es empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung mit einem Poolsauger. Diese variieren je nach Qualität und Funktionsweise stark im Preis. Einfache Modelle gibt es bereits ab niedrigen zweistelligen Beträgen. Für hochwertige Poolreiniger können aber auch 2000 Euro fällig werden.
Um Bakterien und Keime zu beseitigen, helfen die Sauger allerdings nicht. Dafür gibt es wiederum Chlortabletten, die Sie schon für ca. 6 Euro pro Kilo kaufen können. Je nach Größe des Pools und Dauer der Nutzung entstehen so jährliche Kosten in Höhe von bis zu 100 Euro.

 

Pool heizen: Ein großer Posten beim Unterhalt

Der eigene Pool soll Komfort bieten. Sie möchten jederzeit in der Lage sein, ins kühle Nass zu springen. Zu kühl sollte das Nass aber nicht sein. Daher entscheiden sich viele für den Anbau einer Poolheizung, die das Badewasser auf eine angenehme Temperatur bringt. Obwohl Wasser ein hervorragender Wärmespeicher ist, verliert Ihr Pool in sonnenlosen Stunden einiges an Temperatur. Aber wie viel Grad genau verliert ein Pool über Nacht? Eine pauschale Antwort lässt sich auf diese Frage nicht geben. Der Wärmeverlust hängt stark von der Außentemperatur ab. Jedes Grad ist dabei eigentlich schon zu viel, denn es bedarf einiges an Energie, um dieses wiederzuholen. Um einen Kubikmeter Wasser um ein Grad zu erwärmen, sind 1,16 kWh notwendig.

Wenn das Wasser eines 30 Kubikmeter großen Pools nachts nur 5 Grad Celsius verloren hat, sind schon 174 kWh nötig, um ihn wieder auf seine vorherige Temperatur zu erwärmen. Sie rechnen nämlich: 30 Kubikmeter (die Wassermenge des Pools) x 1,16 kWh (die notwendige Energie, um die Temperatur um 1 Grad Celsius zu erhöhen) x 5 °C (die Temperaturdifferenz). Es lohnt sich also, den Temperaturverlust so gering wie möglich zu halten.

 

Temperaturverlust minimieren

Mit einer Poolabdeckung lässt sich der Verlust um bis zu 80 Prozent senken. Zwar kostet so eine Abdeckung mitunter bis zu 1000 Euro (bei einem 700 x 350 cm großen Pool), aber dafür erfüllt sie mehrere Zwecke. Sie bietet z. B. Sicherheit, indem sie verhindert, dass Tiere oder sogar Kinder in den Pool fallen können. Die Abdeckung lässt auch kein Laub oder anderen Schmutz in Ihr Wasser, was den Reinigungsaufwand verringert. Daher amortisieren sich die Kosten für eine passende Poolabdeckung mit der Zeit, vor allem wenn Sie gerne in warmem Wasser schwimmen.

Eigentümerrechtsschutz
 

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Heizverbot für private Schwimmbäder: Das müssen Eigentümer zur Energiesparverordnung wissen

Seit dem 1. September 2022 ist die neue Energieeinsparverordnung in Kraft getreten, um Gas und Strom zu sparen. Die Maßnahmen gelten dabei nicht nur für öffentliche Gebäude, sondern auch für private Poolbesitzer. Demnach dürfen Schwimmbäder in Wohngebäuden und Privatgärten „in den kalten Monaten“ nicht mehr mit Gas oder Strom beheizt werden.

 

Kommt jetzt die Pool-Polizei vorbei und misst die Temperatur?

Vor einem Überraschungsbesuch von Beamten mit Schwimmflügeln müssen Sie mit Sicherheit keine Angst haben. Dass private Pools während der kalten Jahreszeit nicht mehr mit Strom oder Gas beheizt werden dürfen, regt Verbraucher eher zum Nachdenken an. Zwar geht es laut Verordnung darum, Energie einzusparen, aber in der Realität können Sie durch den Verzicht auf einen warmen Pool im Winter durch steigende Energiepreise sogar Geld sparen. Im März ist das Heizen per Strom und Gas dann aber vorerst wieder erlaubt.

 

Pool heizen ohne Strom – Fortwährender Badespaß trotz Energiekrise

Der Energieverbrauch von herkömmlichen Wärmepumpen und anderen strombetriebenen Poolheizungen lässt sich durch verschiedene Alternativen umgehen. So sparen Sie nicht nur Heizkosten, sondern können trotz der neuen Energieeinsparverordnung Ihren Pool während der kalten Jahreszeit erwärmen.

Das Poolwasser lässt sich z. B. mithilfe von Solarenergie auf die richtige Temperatur bringen. Wer bereits eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage zum Heizen beziehungsweise zur Wassererwärmung im Haus nutzt, kann diese auch an die Poolheizung koppeln.

Sogenannte Absorber, die auf Ihrem Dach installiert werden, erwärmen ebenso Poolwasser unabhängig von Elektrizität. Denn dabei handelt es sich – einfach gesagt – um schwarze Gummimatten oder -schläuche, die sich bei Sonnenschein stark aufheizen. Wenn nun der Wasserkreislauf Ihres Swimming-Pools daran angeschlossen wird, erwärmt sich das Wasser beim Hindurchfließen.

Wenn Sie Ihren Pool ohne Strom, dafür aber mit Solarenergie heizen möchten, müssen Sie allerdings bedenken, dass es während deutscher Winter keine Sonnengarantie gibt. Durch die geringere Sonneneinstrahlung wird weniger Heizleistung produziert.

Einen Pool kann man auch mit einem Holzofen auf die richtige Temperatur bringen. Klingt erst mal komisch, ist aber gar nicht so weit hergeholt. Spezielle Poolofenheizungen oder Feuertonnen sind mit dem Wasserkreislauf des Pools verbunden. Meist fließt Wasser durch eine Spirale durch den Ofen, erhitzt sich dabei und wird wieder zurück ins Becken geleitet. Günstige Modelle gibt es bereits unter 1.000 Euro.

 

Wie groß darf ein Pool im Garten sein?

Beim Bau eines eigenen Pools kommt es weniger auf die Größe als auf das Volumen an. Solange der geplante Pool weniger als 100 Kubikmeter fasst, benötigen Sie keine Baugenehmigung – das gilt in allen Bundesländern. Dazu heißt es in § 61 Musterbauordnung (MBO) Abs. 10, dass „Schwimmbecken mit einem Beckeninhalt bis zu 100 m³ einschließlich dazugehöriger luftgetragener Überdachungen, außer im Außenbereich“ in Gärten und zur Freizeitgestaltung genehmigungsfrei sind.

Wenn Ihr Pool 1,50 m tief sein soll, dann darf er also ruhig 13 Meter lang und 5 Meter breit sein, denn selbst das ergibt nur ein Volumen von 97,5 Kubikmetern und ist demnach noch im Rahmen.

Das heißt aber nicht, dass Sie Ihren Pool bauen dürfen, wie Sie wollen. Selbst wenn der Pool im Garten kleiner als 100 Kubikmeter sein sollte, müssen Sie darauf achten, dass die geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften eingehalten werden. So müssen etwa unter Umständen die notwendigen Abstandsflächen oder Vorgaben eines Bebauungsplans eingehalten werden.

 

Baugenehmigung bei Pools, die größer als 100 Kubikmeter oder überdacht sind

Ist Ihr Pool größer als 100 Kubikmeter, benötigen Sie eine ordnungsgemäße Baugenehmigung. Gleiches gilt unter Umständen für überdachte Pools oder Pools im Anbau des Hauses. Planen Sie das Einreichen eines Bauantrags, sollten Sie am besten einen Vorlauf von mehreren Monaten einberechnen, bevor es losgehen kann. Stellen Sie zunächst eine einfache Bauanfrage an das örtliche Bauamt. Im Anschluss erhalten Sie ein Formular und eine Liste der Unterlagen, die Sie einreichen müssen. Ziehen Sie am besten einen Architekten oder Poolbauer zurate, der Ihnen notwendige Unterlagen wie Lageplan, Bauzeichnungen und Baubeschreibung bereitstellen kann. Sobald Sie die Baugenehmigung für den Pool erhalten, ist diese drei Jahre gültig.

Gut zu wissen: Gemäß Musterbauordnung können Sprungtürme und Rutschbahnen genehmigungsfrei im Garten aufgestellt werden. Diese dürften theoretisch eine Höhe von bis zu 10 Metern betragen. Das würde logischerweise eine entsprechende Pooltiefe voraussetzen.

 

Wie tief darf ein Pool sein?

Die Pooltiefe ist nicht entscheidend darüber, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen oder nicht. Denn auch hier gilt, dass bei einem maximalen Volumen von 100 Kubikmetern eine Baubewilligung ausreicht. Entscheidend für die Tiefe des Pools ist vornehmlich die geplante Nutzung. Pools, in denen geschwommen werden soll, sind meist 1,50 Meter tief, da die meisten Erwachsenen so noch stehen können, wenn sie eine Pause vom Schwimmen einlegen. Wer sich ein Sprungbrett wünscht, muss tiefer graben. Ein 1-Meter-Brett verlangt nach mindestens 2,50 Meter Tiefe. Soll der Pool lediglich ein größeres Planschbecken für Kinder sein, reicht es, wenn Ihr Becken 50 cm tief ist.

 

Zaun, Sicherheitsabdeckung, Ausstiegshilfe & Co. – Pool tier- und kindersicher machen

Sichern Sie Ihren Pool ab, um Unfälle zu verhindern. Als Besitzer haften Sie nämlich in der Regel für Unfälle selbst. Besonders mit Kindern und Tieren im Haus ist für Vorsicht zu sorgen. Sicheren Reinfallschutz bieten begehbare Pool-Abdeckungen. Momentan ist die Norm NFP 90-308 die einzige Sicherheitsnorm, die die Mindestanforderungen einer als "kindersicher" produzierten und angebotenen Poolabdeckplane festlegt. Achten Sie bei der Anschaffung auf eine entsprechende Auszeichnung.

Falls Sie Ihren Pool nicht jedes Mal abdecken möchten, bieten (abschließbare) Zäune eine Alternative. Hier sollten Sie bei der Anschaffung an eine ausreichende Höhe denken, damit kleine Kinder nicht darüber klettern und große Hunde nicht hinüberspringen können. Zur Tiersicherheit macht die Installation einer Poolrampe Sinn. Diese günstigen Ausstiegshilfen ermöglichen es Vierbeinern unkompliziert aus dem Pool zu gelangen, falls sie hineinfallen.

Pool sicher machen – 6 Möglichkeiten zum Schutz vor Unfällen

Auch Licht ist ein wichtiger Faktor bei der Poolsicherheit. Ein gut beleuchteter Pool sorgt nämlich nicht nur für eine schöne Atmosphäre, sondern vor allem dafür, dass bei Dunkelheit niemand ungewollt ins Wasser zu fällt. Um die Poolbeleuchtung nicht zu behindern und Verletzungsrisiken durch umhängende Äste zu vermeiden, ist ein regelmäßiger Baum- bzw. Heckenschnitt empfehlenswert.

Falls es doch zu einem unabsichtlichen Sturz in den Swimming-Pool kommt, machen spezielle Pool-Alarmanlagen darauf aufmerksam. Sie überwachen per eingebautem Sensor die Wasseroberfläche und registrieren abrupte Wellengänge. Falls jemand unerwartet in den Pool fällt, wird Alarm geschlagen.

 

Wer haftet, wenn Nachbars Katze in meinem Pool ertrinkt?

Grundsätzlich tragen Eigentümer des Grundstücks bzw. vertraglich verpflichtete Mieter die sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Das heißt, Sie müssen dafür sorgen, dass niemand auf Ihrem Grundstück zu Schaden kommt – auch nicht in oder um Ihren Pool herum. Auf der anderen Seite müssen Tierhalter jedoch ebenfalls ihrer Aufsichtspflicht nachkommen. Daher muss im Einzelfall geklärt werden, wer welche Pflichten verletzt hat und welcher Schadensersatzanspruch sich daraus ergibt.

 

Nachbarschaftskonflikte wegen des Pools

Ein Swimming-Pool bringt viel Freude und lädt zu geselligen Badestunden und Poolpartys ein. Andererseits könnte er zu Konflikten mit den Nachbarn führen, wenn der Badespaß für sie zu laut oder die Beleuchtung zu grell erscheint. Wie Sie sich nachsichtig verhalten können, um einen Nachbarschaftsstreit zu umgehen:

  • Lärmbelästigung:
    Um den Nachbarn nicht zu sehr auf den Geist zu gehen, halten Sie sich am besten an die gesetzlichen Ruhezeiten. Das bedeutet, zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens sollten niemand kreischend im Pool rumspringen. Daneben kommt eine eingehaltene Mittagsruhe zwischen 13 bis 15 Uhr bei den Nachbarn mit Sicherheit gut an, selbst wenn diese nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.
  • Störende Beleuchtung:
    Die Poolbeleuchtung ist zwar schön, muss aber nicht die ganze Nacht brennen und beim Nachbarn ins Schlafzimmerfenster leuchten. Zudem lässt sich Strom sparen, wenn die Beleuchtung nachts aus bleibt.
  • Fehlerhafte Grenzabstände:
    Theoretisch dürfen Sie den Pool mit einem Abstand von einem halben Meter zur Grundstücksgrenze bauen. Um auf Nummer sicher zu gehen, orientieren Sie sich beim Bau Ihres Schwimmbeckens am besten an den Abstandsregelungen für Gebäude, welche 2,50 bis 3 Meter vorschreiben. So geben Sie Nachbarn keinen Anlass für Beschwerden.

Egal um welche Streitigkeiten es geht, der beste Weg zur Konfliktlösung ist immer das Gespräch. Hören Sie sich die Beschwerdepunkte an und versuchen Sie gemeinsam Kompromisse zu finden. Nicht jeder Nachbarschaftsstreit muss vor Gericht landen. Vielleicht kühlt ein gemeinsames Erfrischungsgetränk im Pool beide Gemüter wieder ab.

 

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