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Eine Gruppe von Freunden, jung, gut ausgebildet. Viele Kompetenzen, ganz unterschiedliche Köpfe und eine Idee: Menschen helfen, sich zu engagieren. Ihnen im Ehrenamt eine Perspektive nach dem Berufsleben aufzuzeigen. Also gründeten sie den Verein „Helden im Ruhestand“. Mit dem Ziel zu informieren, zu vermitteln – und etwas zu verändern. Auf lange Sicht.

Das erste Treffen

Als Lisa und Verena sich zum ersten Mal zusammensetzten, hatten sie keine Vorstellung, was sie anstoßen würden. Sie diskutierten über tagesaktuelle Fragen, über gesellschaftliche und soziale Themen. Irgendwann überlegten sie, wie man diese Punkte angehen könnte. Wie und ob man sie verbessern könnte. Vor allem, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen dazukommen – und man gemeinsam anpackt?

Helden im Ruhestand

Gemeinsam stark

Also begannen sie mit der Suche in ihrem Freundeskreis – und fanden weitere Leute aus ganz verschiedenen Ecken: zum Beispiel BWL, Jura, Psychologie, Medizin. Leute zwischen 22 und 34 Jahren, die einfach Lust hatten eine gesellschaftliche Aufgabe zu lösen. Also setzten sie sich ein Wochenende zusammen. Schlossen sich quasi in eine Jugendherberge ein. An Tag eins brachten sie ihre Gedanken, Vorstellungen und Ideen auf den Tisch.

An Tag zwei suchten sie nach Strategien und Lösungsansätzen – weil ihnen von Anfang an wichtig war, nicht nur zu reden, sondern tatsächlich etwas zu tun. An Tag drei arbeiteten sie dann einen Aktionsplan auf. Besonders inspirierend fanden sie die Überlegung, dass Menschen in der Gesellschaft immer älter werden, dass mit ihrem Einstieg in den Ruhestand wertvolles Wissen verloren geht.

Helden im Ruhestand

Perspektiven im Ehrenamt

So kam die Idee für „Helden im Ruhestand“ auf: eine Beratung für den aktiven Ruhestand. Hier wollen sie neue Perspektiven im Ehrenamt aufzeigen und das Potential der Generation nutzen, die kurz vor der dritten Lebensphase, der Rente, steht. Indem sie in Unternehmen gehen, Mitarbeiter in Workshops informieren und Interessierte an Partnerorganisationen vermitteln. So der grobe Plan – und der Grundstein für „Helden im Ruhestand“. Die nächsten Schritte: Ein Workshop-Konzept entwickeln, interessierte Partnerorganisationen und Unternehmen ansprechen.

Das passende Ehrenamt finden

Dazu wenden sie sich an Personalabteilungen und versuchen für ihre Idee zu begeistern. Vom Workshop und dem, was danach kommt, sollen Mitarbeiter und Unternehmen profitieren. Den Mitarbeitern wird Wertschätzung und Interesse entgegengebracht – auch nach dem Berufsleben. Unternehmen unterstreichen ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber Arbeitnehmern und Gesellschaft. Im Workshop geht es dann darum, Menschen bis zu fünf Jahre vor dem Ruhestand für das Ehrenamt an sich zu sensibilisieren. Ein eigens entwickelter Fragebogen kitzelt dann die jeweiligen Interessen heraus. Der letzte Schritt ist die Vermittlung an Partnerorganisationen im Umfeld der Ruheständler in Spe. Eine dieser Partnerorganisation ist zum Beispiel Madame Grand Mère. Die Organisation vermittelt Senioren als Au-pair an Gastfamilien im Ausland.

Positives Feedback motiviert

Anfangs wussten die „Helden im Ruhestand“ nicht sicher, ob ihre Idee überhaupt ankommen würde. Also sprachen sie mit anderen Leuten. Auch auf der Straße – sammelten Reaktionen, die überwiegend positiv waren. Das motivierte ungemein. Für die Entwicklung des Workshops holten sie sich Unterstützung von einem Professor und einer ehemaligen Schuldirektorin mit Erfahrung in Sachen Coaching. Erneuter Antrieb und Bestätigung kam durch den Ideenwettbewerb „Gründer-Garage“, ein Förderwettbewerb für Start-ups. Sie reichten ihre Idee ein, hatten aber keine großen Erwartungen. Es ging ihnen mehr darum, weiteres Feedback zu bekommen. Menschen zu treffen, die ihre Idee kritisch hinterfragen. Umso überraschender: Sie gewannen – und machten weiter. Jetzt erst recht.

Helden im Ruhestand
Helden im Ruhestand

Aus der Idee wird ein Angebot für Unternehmen

Auch über Städtegrenzen hinweg: Alle Mitglieder von „Helden im Ruhestand“ wohnen in unterschiedlichen Städten, sogar Ländern und arbeiten nebenberuflich und ehrenamtlich für das Projekt. Um sich zu organisieren, skypen die Mitglieder einmal in der Woche. Sie verteilen Aufgaben, tauschen sich aus und besprechen die nächsten Schritte. In regelmäßigen Abständen treffen sie sich dann persönlich im München. Auch heute noch. Nicht minder motiviert: „Wir kennen uns alle, haben unglaublich viel zusammen erlebt. Das passiert nicht oft, dass sich Freunde zusammentun und gemeinsam ein soziales Projekt starten. Und das ist wirklich schön.“

In Zukunft wollen sie ihr Engagement weiter ausbauen, weitere Partnerorganisationen finden und Unternehmen für ihre Idee und ihre Workshops begeistern. Das Ziel: Aus Idee und Konzept soll ein rundum funktionierendes Angebot für Unternehmen und angehende Ruheständler entstehen. Man darf also weiterhin gespannt sein.

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