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Schön eingerichtete Räumlichkeiten sind die Leidenschaft von Delia Fischer. Einer jungen Frau, die mit 27 Jahren ihren ganzen Mut zusammen nahm und Westwing gründete. Ein Unternehmen für Wohn-Accessoires, das mittlerweile in zwölf Ländern aktiv ist, rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt und über 700.000 aktive Nutzer vorweisen kann.

Von der Modezeitschrift zur eigenen Firma.

„Wer den Frühling in seine vier Wände lassen möchte, braucht nur ein paar farbige Accessoires. So reicht es, zwei Kissen in Frühlingsfarben für die Couch zu wählen und eine passende Blume dazuzustellen. Schon haben Sie innerhalb von fünf Minuten und ohne viel Aufwand einen tollen Effekt.“

Lange bevor Delia Fischer Westwing eröffnete, inspirierte sie Menschen mit solchen und ähnlichen Tipps. Denn sie war keine typische Gründerin. Keine BWL-Absolventin einer Elite-Uni. Keine IT-Expertin aus der Internetszene. Delia Fischer war Redakteurin bei einer Modezeitschrift – eine junge Frau, die Deko liebte.

Eine Leidenschaft von klein auf.

Seit dem sie denken kann, begeistert sich Delia Fischer für schönes Interior. Sie kommt aus einem kleinen Ort in der Nähe von München. Dort spielt sich das soziale Leben viel stärker in den eigenen vier Wänden ab. Eine besondere Einrichtung übernimmt eine tragende Rolle – und Delia Fischer führte schon als Kind die Regie. „Ich bin damit aufgewachsen“, erklärt sie strahlend. „In meinem Elternhaus lagen alle Art Wohnzeitschriften rum und wir haben unser Zuhause mit Freude neu dekoriert. Gemeinsam mit meinen Eltern habe ich was umgestellt, eine Wand neu gestrichen und das Haus passend zu den Jahreszeiten geschmückt.“ Kein Wunder, dass Delia Fischer als junge Erwachsene sich auch beruflich an ihrer Leidenschaft orientiert.

Delia’s Zeit bei Elle.

Mit 22 steigt Delia Fischer bei der Redaktion der Modezeitschrift Elle ein. Sie schreibt über moderne Wohnzimmer-Accessoires, stellt stylische Textilien vor und gibt Einrichtungstipps zu den verschiedensten Gelegenheiten. Bei ihren Recherchen trifft sie auf tolle unbekannte Marken, einzigartige Möbel und originelle Deko. Doch es ist unglaublich schwierig, an diese Dinge heranzukommen.

Delia Fischer - Wenn Räume in Erfüllung gehen
Delia Fischer - Wenn Räume in Erfüllung gehen

Eine Idee richtet sich ein.

Bei dem Möbelhaus mit den vier Buchstaben gibt es eher Accessoires von der Stange. Design-Stücke kosten in der Regel eine Menge. Und Läden mit erschwinglichen Besonderheiten sind mehr als selten. Warum gibt es niemanden, der nicht nur über diese tollen Dinge spricht, sondern sie auch zu fairen Preisen anbietet? Denn was bringt den Lesern ein Artikel über bemerkenswerte Kerzenständer, effektvolle Lampen oder auffallende Hocker, wenn sie diese nirgendwo erhalten können? Da wäre ein entsprechender Versandhandel perfekt. Eine Idee, die Delia Fischer nicht mehr in Ruhe lässt.

Keine leichte Entscheidung.

Wie bei dem berühmten Engelchen und Teufelchen auf den Schultern, sitzen Delia Fischer Für- und Gegenstimmen im Nacken. Einerseits hat sie einen sicheren Job, der ihr unglaublichen Spaß macht, andererseits möchte sie liebend gern ihr eigenes Ding durchziehen. Einerseits glaubt sie an ihre Idee, andererseits ist sie eher nicht der Risiko-Typ. Einerseits hat Delia Fischer hunderte Einrichtungstipps im Kopf, andererseits kein wirkliches Startkapital.

Auf ins Gründerleben.

Ihre Eltern sprechen ihr Mut zu. Ein guter Freund ist von ihrem Einfall begeistert. Statt also nur zu träumen, nimmt Delia Fischer ihr Herz in die Hand und beginnt ihren Traum zu leben: Sie kündigt ihren Job, stellt mit einem guten Bekannten ein kurze Präsentation ihrer Geschäftsidee zusammen und macht einen Termin bei einem Investor. „Ich kam mir vor, wie in einer anderen Welt“, erklärt Delia Fischer.

Ein entscheidendes Meeting.

Das Treffen fand in einem noblen Glasgebäude statt. Mit Herren in Anzug und Krawatte, die eher Wirtschaftsabsolventen und keine ehemaligen jungen Mitarbeiterinnen einer Frauenzeitschrift gewohnt waren. Doch das macht am Ende den entscheidenden Unterschied aus. Die Investoren sind begeistert. Jemand wie Delia Fischer haben sie noch nicht getroffen. Sie ist anders als die typischen Gründer. Frischer. Ungezwungener. Ohne BWL-Hintergrund, dafür als erfahrene Redakteurin voller Wissen darüber, was ihre Zielgruppe will. So klingelt wenige Tage später das Telefon – und Delia Fischer erhält die nötige Finanzspritze für ihre Gründung.

Der Name Westwing.

Mit dem Geld sucht sie ein passendes Büro und stellt ihr erstes Team ein. Im August 2011 ist es soweit: Westwing geht online. Aber wofür steht der Name überhaupt? „Also am Anfang saßen wir im Münchener Westend“, erläutert Delia Fischer. „Dann fiel mir der Name Westwing ein – wie der Westflügel eines schönen Hauses, durch den die Sonne scheint. Das gefiel auf Anhieb allen gut und wir haben es genommen.“

Willkommen im Club.

Den Kunden gefällt Westwing ebenfalls sofort. Der Shopping-Club legt einen Blitzstart hin. Jeder, der etwas bei Delia Fischer kaufen möchte, muss sich mit seiner E-Mail-Adresse kostenlos registrieren. Tag für Tag gibt es neue Angebote an einzigartigen Möbeln und Einrichtungs-Gegenständen, die bis zu 70 % günstiger sind, als vom Hersteller empfohlen. Allerdings ist die Anzahl der Produkte begrenzt. Die registrierten Mitglieder wissen, dass die Artikel schnell ausverkauft sein können. So kommen Tausende früh am Tag auf die Seite, um eines der Schnäppchen zu ergattern. Das ist spielerisch und begeistert die Menschen an Westwing. Zudem kommt, dass der Shopping-Club eine große Inspirationsquelle darstellt. Regelmäßig finden die Kunden neue Themenwelten und Einrichtungstipps. Für viele ist es wie ein tägliches Magazin.

Alles richtig gemacht.

Die Entscheidung Westwing zu gründen, war goldrichtig. Was mit einer Idee und einem kleinen Team begann, ist heute ein Unternehmen mit rund 1100 Mitarbeitern in elf Ländern. Für Delia Fischer kein Grund, sich zurückzulehnen und Däumchen zu drehen. Auch heute sucht sie die Marken, Möbel und Accessoires für Westwing aus und kümmert sich um ihre Inszenierung auf der Seite. Ihrer Leidenschaft ist sie treu geblieben. Und auch privat geht sie ihr weiterhin nach. Sie verändert bei sich zu Hause regelmäßig etwas und schmückt ihre eigenen vier Wände mit neuen Accessoires. Kein Wunder – schließlich kann Delia Fischer sich mit Westwing jeden Raum erfüllen.

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