Wenn das Wetter stimmt, werden flott Beach-Volleybälle, Schnorchel und Kajaks ausgepackt. Manche aber probieren auch ganz ausgefallene Wassersportarten aus, wie das Stand Up Paddling – ein Trendsport, der auch hierzulande große Wellen schlägt.

Mal ehrlich: Wollten Sie sich nicht auch schon mal wie eine Königin beziehungsweise wie ein König fühlen? Dann sollten auch Sie das Stand Up Paddling – kurz SUP – ausprobieren. Denn obwohl sich das stehende Surfen für alle eignet, war es früher nur jemand ganz besonderem vergönnt: dem König von Hawaii.

Auf der Inselkette galt das aufrechte Fortbewegen auf dem Wasser als Königsdisziplin. Nur wenige Auserwählte durften dem Monarchen auf seinen Paddeltouren im Stehen folgen.

Die Erfinder des Paddel-Surfens

Erfunden haben das Stand Up Paddling allerdings polynesische Fischer: Sie durchstreiften das Meer auf ihren Kanus und behielten stehend eine bessere Übersicht über ihre Fangstellen. Um die perfekte Übersicht ging es auch, als das Stand Up Paddling in den 1950er Jahren erneut auf Hawaii auftauchte: Surf-Lehrer begleiteten ihre Schützlinge in aufrechter Position und behielten sie auf diese Weise besser im Blick. Doch aufgrund der kleiner werdenden Bretter und des Dranges, bei starkem Wellengang zu surfen, verschwand der Stil langsam wieder von der Bildfläche.

Das Stand Up Paddling kehrt zurück

Gut 40 Jahre später wurde die Sportart von professionellen Surfern wiederentdeckt – wetterbedingt. Denn um das Jahr 2000 war die See rund um Hawaii ungewöhnlich ruhig. Aufs Surfen wollten die Leute trotzdem nicht verzichten. Also packten sie große Tandembretter aus, klemmten Paddel unter die Arme und erweckten das Stand Up Paddling wieder zum Leben. So eroberte die vergessen geglaubte Sportart die ganze Welt.

Ein Sport für jedermann

Ganz gleich ob jung oder alt, mutig oder vorsichtig – das SUP erfordert lediglich ein Surfbrett und ein Paddel. Mittlerweile bieten Sportgeschäfte spezielle SUP-Bretter an, die in ihrer Größe zwischen 1,80 und vier Metern variieren. Das Paddel sollte dabei ein gutes Stück größer sein als der Surfer. Und damit kann es dann auch gleich losgehen. Wie? Im Grunde wie beim Kanufahren – nur im Stehen: Der Surfer stellt sich auf das Brett und paddelt abwechselnd rechts und links. Geübte feilen da natürlich immer weiter an ihren Techniken.

Stand up Paddling mit Hund

Trainiert von Kopf bis Fuß

Das Stand Up Paddling beansprucht nahezu die gesamte Muskulatur. Die Paddel-Surfer trainieren Schultern und Arme genauso wie ihren Nacken, die Fußgelenke und die Bauchmuskeln. Auch bei Rückenproblemen ist das Surfen mit dem Paddel die ideale Sportart: Die Haltung auf dem Surfbrett setzt eine konstante Spannung und Balance voraus. Dadurch trainieren die Surfer Rumpf und Beine und stärken ihren Rücken. Ein weiterer Pluspunkt: Sie brauchen nicht zum Meer fahren, um das Paddel-Surfen auszuprobieren.

Stand Up Paddling in Deutschland

Bei uns ist das Stand Up Paddling auf Binnengewässern wie Seen oder Flüssen beliebt. Beim ersten SUP-Weltcup im Jahr 2009 paddelten die Teilnehmer im Hamburger Hafenbecken um die Wette. Dabei zogen sie mehr als 20.000 begeisterte Schaulustige in ihren Bann.

Wenn Sie die königliche Trendsportart ausprobieren möchten, finden Sie weitere Infos auf

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