Vor rund zwölf Jahren hatte der Berliner Bill Brandes keine Lust mehr. Um Badminton zu spielen, wollte er nicht jedes Mal ein Netz auftreiben oder eine Halle organisieren. Also entwickelte er unter der Firma Speedminton die neue Sportart Speed Badminton – Badminton ohne Netz, aber mit doppeltem Boden.

Doppelter Boden? Zwei Quadrate mit einer Seitenlänge von 5,50 Metern, die sich im Abstand von 12,8 Metern gegenüberliegen. Ein Netz ist nicht notwendig. Auf diese Weise lässt sich das schnelle Spiel überall spielen: auf dem Tennisplatz genauso wie am Strand, im Park genauso wie auf der Straße.

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Die Ausrüstung

Alles was Sie brauchen, sind zwei Speed Badminton Schläger – ähnlich den Squash-Schlägern – und einen Speed Badminton Ball: Die neu entwickelten Bälle sind schwerer als normale Badminton-Bälle und haben einen geringeren Luftwiderstand. Dadurch fliegen sie schneller und weiter – und lassen sich bis zu Windstärke vier kontrolliert spielen.

Spiel und Techniken

Wer zuerst aufschlagen darf, entscheidet das Los. Danach beginnt das Spiel aus der Mitte des Feldes oder an der Grundlinie: Derjenige, der anfängt, lässt den Ball auf der Höhe der Hüfte aus der Hand und befördert ihn mit dem Schläger zum Gegner.

Wie bei allen Wettkämpfen geht es beim Speed Badminton darum, den Gegner auszuspielen. Hierfür kommt gerne der sogenannte Smash zum Einsatz. Dabei

schmettert der Spieler den Ball mit der Vorhand schnell und mit großer Kraft auf das gegnerische Feld.

Bei der Annahme stehen verschiedene Konter-Möglichkeiten zur Auswahl: das Wischen, Heben, Schieben, Stechen oder Schneiden. Letztere sind für den Gegner besonders schwer zurückzuspielen. Das kostet Kraft und strengt mehr an als das traditionelle Badminton. Daher sind kurze Pausen zwischen den Sets zu empfehlen. Eine Wasserflasche am Spielfeldrand schadet ebenfalls nicht.

Weitere Informationen

Wenn Sie diesen schnellen Sport ausprobieren wollen – kein Problem: auf der Seite des Deutschen Speed Badminton Verbands finden Sie alle Infos. Angefangen bei den genauen Regeln – auch bei Turnieren – über die aktuellsten Spieltermine bis hin zum Kontakt zu Vereinen und Möglichkeiten für verschiedene Lehrgänge.

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