Bei trübem Wetter gewinnt das Sofa. Mit Chips und Schoko machen wir es uns vor dem Fernseher gemütlich. Sport? Fehlanzeige. Eine beliebte Ausrede hierfür: „Bei dem Wind geh ich nicht vor die Tür.“ Dabei bietet gerade dieser ideale Voraussetzung für eine packende Sportart: das Kiten.

Kiten? Ist das nicht ein anderes Wort fürs Drachensteigen? Und ist das nicht etwas für Kinder? Früher vielleicht. Und selbst das stimmt nicht unbedingt. Drachen reichen zurück bis ins sechste Jahrhundert v. Chr. und begeisterten Jung und Alt gleichermaßen.

So hatte der Kaiser von China seinen eigenen heiligen Drachen, den nur er fliegen lassen durfte. Benjamin Franklin wies mit einem Drachen nach, dass Blitze keine Strafe des Himmels, sondern elektrisch geladene Entladungen sind – und erfand kurzerhand den Blitzableiter.

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Die verschiedenen Drachenarten

Heute gibt es Lenkdrachen in hunderten Variationen. Doch vor allem zwei Arten verwandeln das verstaubte Drachensteigen in eine trendige Sportart: mehrleinige Lenkdrachen und Zugdrachen. Erstere verfügen über mehrere Leinen und lassen sich mit jeweils links und rechts gehaltenen Griffen steuern. Zweileiner sind dabei eine der beliebtesten Arten. Wie der Name sagt, sind diese Lenkdrachen mit zwei Leinen ausgestattet. An Vierleinerdrachen sind zusätzlich zwei Bremsleinen befestigt, die Rückwärtsflüge oder trickreiche Drehungen beim Kiten ermöglichen.

Die Steuerung

Beim Lenken der Lenkdrachen nutzen die Piloten sowohl die eigene Kraft als auch die wechselnden Luftströmungen. Abhängig von der Windstärke kann auch der Drache zeigen, was in ihm steckt. Dann zieht er selbst pfundige Piloten mehrere Meter weit oder bringt sie zum Schweben. Kein Wunder, dass diese Form des Drachensteigens Powerkiting heißt.

Die Kite-Sportarten

Wer auf den Geschmack von Lenkdrachen kommt, wird früher oder später einen Zugdrachen ausprobieren wollen. Der erlaubt es, die Windkraft für rasante Fahrten und Sprünge in Verbindung mit den verschiedensten Sportgeräten zu nutzen.

Zum Beispiel mit einem Surfbrett, Snowboard oder Buggy. Fachmännisch Kitesurfen, Snowkiting oder Kitebuggyfahren genannt. Doch egal für welche Form Sie sich entscheiden, Kiten ist immer mitreißend – im wahrsten Sinne des Wortes.

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