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Ob zur Arbeit, zur Schule oder in die Uni – viele nutzen das Fahrrad im Winter und trotzen den Witterungsverhältnissen. Andere steigen lieber auf alternative Verkehrsmittel um und lassen ihr Rad bis zum Frühling stehen.

Doch egal, ob man in die Pedale tritt oder den Drahtesel einlagert – die ein oder andere Frage kommt in der Regel auf: Wie lässt sich das Fahrrad im Winter sicher machen? Welches Zubehör hilft? Und wie schaut es mit der Versicherung und rechtlichen Frage aus?

Das Fahrrad im Winter

Wenn die Temperaturen fallen, muss der Fahrer vorbereitet sein. Doch was bedeutet das? Welche Ausstattung macht das Fahrrad im Winter zum zuverlässigen Begleiter und begegnet den vielen Herausforderungen optimal?

Das richtige Licht

Gerade wenn wir mit dem Fahrrad im Winter unterwegs sind, heißt es: Sehen und gesehen werden. Das richtige Licht ist Pflicht. Der Gesetzgeber schreibt eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux vor. Und während früher nur Dynamos erlaubt waren, ist seit 2013 auch batteriebetriebene Beleuchtung zugelassen.

Optimale Leuchten fürs Fahrrad im Winter

Die Beleuchtungsstärke spielt eine entscheidende Rolle. Je größer sie ist, umso besser leuchtet die Lampe die Fahrbahn aus. Natürlich ist es nicht erlaubt, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Eine größere Beleuchtungsstärke als die vorgeschriebenen 10 Lux schadet nicht. Ab 40 Lux gehen Fahrradfahrer auf Nummer sicher. Modelle mit einer Beleuchtungsstärke von 60, 70 oder 80 Lux sind ebenfalls erhältlich.

Dynamo oder Akku

§ 67 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung hält diese Änderung fest. So muss die Lichtmaschine für den Betrieb der Beleuchtung hinten und vorne eine Nennleistung von mindestens 3 Watt und eine Nennspannung von 6 Volt erfüllen. Oder sie muss anhand einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 Volt arbeiten. Zudem ist ein wieder aufladbarer Energiespeicher als Energiequelle erlaubt. Jeder, der sein Fahrrad im Winter für Touren nutzt, kann somit auch Batterie- oder Akku-Leuchten einsetzen.

Sowohl Dynamos als auch Akku-Leuchten haben ihre Vorteile. Dynamos liefern Licht sobald wir es brauchen. Batteriewechsel? Nicht nötig. Entscheiden sich Fahrer für einen Dynamo, sind Lampen mit Standlichtfunktion zu empfehlen. Denn wenn Sie mit Ihrem Fahrrad im Winter unterwegs sind und zum Beispiel an einer roten Ampel stehen bleiben, leuchten die Lampen problemlos weiter.

Bei Akku-Leuchten sieht das anders aus. Allerdings leuchtet das Licht unverändert kräftig, wenn wir mit dem Fahrrad im Winter langsam einen Berg hochfahren oder stehen bleiben. Wichtig für die batteriebetriebenen Leuchten: Achten Sie darauf, dass sie über ein Prüfzeichen verfügen. Käufer erkennen dieses an einer Wellenlinie, dem Buchstaben K sowie einer fünfstelligen Nummer.

Fahrrad im Winter – Reifen im Blick

Im Winter müssen Radler das Rad nicht neu erfinden – aber vielleicht darüber nachdenken, passende Reifen anzulegen. Die kalte Jahreszeit beeinträchtigt die Straßenverhältnisse nicht unerheblich. Während im Sommer schmale glatte Reifen für Geschwindigkeit sorgen, ist es von Vorteil, wenn das Fahrrad im Winter breite Reifen besitzt. Ein starkes Profil gewährleistet zudem eine gute Haftung. Und haben Sie vor, sich auf den Schnee zu wagen, empfiehlt es sich, Spike-Reifen anzulegen.

Fahrrad-Reifen mit Spikes

Spikes sind vergleichbar mit kleinen Dornen, die den Reifen zieren und sich in Schnee und Eis krallen. Dadurch ermöglichen sie dem Fahrrad im Winter eine hohe Haftung. Erhältlich sind verschiede Modelle. So gibt es Varianten mit stark ausgeprägten Spikes, als auch Reifen mit Microspikes. Letztere sind kleine Teilchen im Reifengummi, die mit ihren scharfen Griffkanten für mehr Halt sorgen. Anbieter wie Schwalbe oder Continental bieten verschiedene Varianten an. Die Preise beginnen bei rund 20 Euro.

 

Besonderes Zubehör für das Fahrrad im Winter

Richtige Reifen und Lampen sind das A und O für optimale Sicherheit. Doch es gibt jede Menge anderes Zubehör, dass das Fahrrad im Winter auf ein neues Level hebt. Ganz gleich ob es um die Optik, den Schutz oder mehr Komfort geht. Drei Beispiele haben wir für Sie rausgesucht.

Revolights – Licht für die Reifen

Garantiert fällt ihr Fahrrad mit diesem Zubehör im Winter auf. Sind die Revolights montiert und die Räder im Dunkeln in Bewegung, erinnert der Drahtesel an ein Fahrrad aus der Zukunft. Der Clou: Zahlreiche LED-Lämpchen an der Felge, die mit einem Steuergerät verbunden sind. Dieses berechnet während der Fahrt, die Position der Lämpchen. So leuchten auf den drehenden Reifen einzig die LEDs auf, die sich gerade vorne und hinten befinden. Wer mit dem Fahrrad im Winter unterwegs ist, wird zum Blickfang. Doch aufgepasst: Noch hat die kleine Revolution keine Zulassung erhalten.

 

Ass Saver Original – Schutzblech ohne Schrauben

Ein Fahrrad im Winter kommt früher oder später mit Matsch und Schmutz in Berührung. Ein gutes Schutzblech währt das Ganze ab. Doch nicht jeder von uns hat eins – oder besitzt die Geduld es anzubringen. Genau hier kommt Saver ins Spiel: Es ist kompakt und verfügt über ein patentiertes Stecksystem, dank dem es sich kinderleicht an nahezu jeden Sattel anbringen lässt. Benötigen Sie es nicht mehr – falten sie ihn zusammen und verstauen ihn unter dem Sattel. Fertig.

 

Dryve – Der Regenschutz fürs Rad

Einen kühlen Kopf zu bewahren, ist in der kalten Jahreszeit kein Problem – einen trockenen dagegen schon. Es sein denn, Sie sind mit Dryve der Schweizer Firma Allnew unterwegs. Als Radfahrer spannen Sie die Innovation über Lenker und Sattel und erweitern Ihr Fahrrad im Winter um ein durchsichtiges Dach. Es wiegt 1050 Gramm, schützt vor Regen und lässt sich bequem in eine mitgelieferte Tasche falten. Allerdings erhöht es die Angriffsfläche für den Wind und kostet bei schwierigen Wetterverhältnissen mehr Kraft.

 

Die richtige Kleidung

Neben der Ausstattung fürs Fahrrad kommt es auf die Ausstattung für den Fahrer an. Schließlich weht einem auf dem Fahrrad im Winter ein kaltes Lüftchen entgegen – im wahrsten Sinne des Wortes. Gut isolierte und gleichzeitig atmungsaktive Kleidung ist ein Muss. Vor allem ist darauf zu achten, dass sie den Fahrer bemerkbar macht. Denn was viele nicht wissen: Reflektierende Kleidung erhöht die Sichtbarkeit von 25 auf 150 Meter.

Infografik zur richtigen Bekleidung im Winter
Kopf

Ein Helm schützt unzureichend vor Kälte. Helmmützen für darunter schaffen Abhilfe. Dabei sind sie in vielen Varianten erhältlich: Mit Ohrwärmern, Brillen-Bügel-Öffnungen oder Schlitzen speziell für Zöpfe.

Hals

Wer sein Fahrrad im Winter nutzt, greift zum Halswärmer statt zum langen Schal. Halswärmer sind praktischer und lassen sich in der Regel über Mund und Wangen stülpen.

Oberkörper

Unter der reflektierenden Fahrrad-Jacke empfehlen sich Longsleeves aus Funktionsmaterial. Sie wärmen und transportieren Schweiß vom Körper weg. Baumwolle speichert dagegen Feuchtigkeit.

Hände

Bei starker Kälte zieht sich das Blut aus den Fingern zurück. Die Bremsfähigkeit schwächelt. Bei Handschuhen ist darauf zu achten, dass sie die Finger wärmen und ihnen genug Beweglichkeit ermöglichen.

Beine

Auf dem Fahrrad im Winter besteht der Trick darin, die Knie vor extremer Kälte zu schützen. Gern getragene Begleiter unter der eigentlichen Beinkleidung sind Dreiviertel-Hosen.

Eine Auswahl spezieller Winterkleidung finden Sie im Fahrrad-Fachhandel oder auch in Online-Shops.

Tipps im Gepäck

Die Ausstattung gecheckt? Fahrrad fit gemacht? Winter-Kleidung an? Dann kann es losgehen. Damit das Fahrrad im Winter für keine Überraschungen sorgt, gibt es den ein oder anderen Tipp, der das Radeln ein Stück sicherer macht.

  • Tipp 1
    Sattel runter stellen. So sind sie schneller in der Lage, die Füße auf den Boden abzusetzen und den Bremsvorgang zu unterstützen.
  • Tipp 2
    Etwas Luft aus den Reifen lassen. Mit geringerem Druck haften die Räder besser. Allerdings erhöht sich das Risiko, einen Platten zu bekommen.
  • Tipp 3
    Nach dem Fahren Rad abwischen. Auf den Boden und im Schnee befindet sich Streusalz. Kommt dieser an Rahmen oder Speichen, ist auch Rost nicht weit. Ein kleiner Wisch schützt das Fahrrad im Winter vor Korrosionen.
  • Tipp 4
    Schloss mit dünnflüssigem Mechanik-Öl einschmieren. Der Trick hilft, dass Schloss nicht zufrieren zu lassen.

Fahrrad im Winter einlagern

Hilfreiche Tipps hin oder her – für viele kommt es nicht in Frage, in der kalten Jahreszeit auf den Sattel zu steigen. Stattdessen lagern sie ihr Fahrrad im Winter ein. Kein Problem. Auch hierfür haben wir den ein oder anderen wertvollen Kniff im petto.

Rost und Staub verhindern

Damit das Fahrrad im Winter im guten Zustand bleibt, gilt es, Vorkehrungen zu treffen. Zum Beispiel gegen Rost. So ist ein trockener Raum der richtige Lagerort für das Fahrrad im Winter. Genauso wie die gründliche Reinigung des Drahtesels sowie das Einölen der Kette. Wer sein Rad zusätzlich mit einer Plane abdeckt, verhindert zudem, dass die eingefetteten Komponenten Staub fangen.

An Luft denken

Ganz gleich ob in den Reifen, im Dämpfer oder in der Federgabel – der Luftdruck spielt eine wichtige Rolle. Damit das Fahrrad im Winter keinen Schaden davon trägt, achten erfahrene Radfahrer beim Einlagern auf den richtigen Reifendruck. Experten empfehlen 4,5 Bar für Trekkingräder. Bei Mountainbikes sind es rund 3,5 Bar. Wer hydraulische Scheibenbremsen besitzt, lagert sein Fahrrad im Winter im Stehen. Manche montieren die Bremsen ab, um Kontaktfrost den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wichtig für E-Bikes

Lassen Sie Ihr E-Bike länger im Winter stehen, steht die richtige Aufbewahrung des Akkus auf dem Plan. Saisonfahrer montieren diesen ab und lagern ihn bei Zimmertemperatur im halb voll aufgeladenen Zustand. Ein gänzlich leerer oder voller Ladestand schadet der Batterie. Gehen Sie ruhig auf Nummer sicher und prüfen Sie nach einigen Wochen, ob der Akku weiterhin bei 50 bis 60 Prozent liegt. Bei Bedarf schließen Sie ihn nochmal kurz an die Steckdose an.

Die richtige Versicherung

Neben der richtigen handwerklichen Behandlung sind es Versicherungen, die zusätzlichen Schutz für den Drahtesel bieten. Viele lagern ihr Fahrrad im Winter ein, was für Langfinger eine willkommene Einladung ist.

Wer eine Hausratversicherung besitzt, schützt es in der Regel automatisch vor Diebstahl. Denn die Versicherung schließt Fahrräder mit ein, wenn sie im Keller oder in der Wohnung stehen. Im Freien beschränkt sich der Schutz oft auf ein Zeitfenster von 6 bis 22 Uhr. Nicht so bei unserer Fahrradversicherung, die rund um die Uhr gilt.

UNSERE EMPFEHLUNG

ARAG Fahrradversicherung

Ein privat abgeschlossener Diebstahl-Schutz geht über die Hausrat­versicherung hinaus: So ist Ihr Fahrrad im Winter in der Regel weltweit und zu jeder Tages- und Nachtzeit geschützt. Eine Nachtzeitklausel entfällt.

So sichert die ARAG Fahrradversicherung Ihren Drahtesel rund um die Uhr ab. Dabei zahlen wir Ihnen den Wert des gestohlenen Fahrrads inklusive Schloss und fest verbundenem Zubehör oder Fahrradanhänger – und das ohne Selbstbeteiligung.

Ihr monatlicher Beitrag:
Mit Hilfe der Postleitzahl können wir das Risiko eines Diebstahls besser abschätzen. Die Berechnung beruht auf den Diebstahl-Statistiken der Polizei.

Wie teuer war ihr Fahrrad?

Für die Wahl der richtigen Versicherungssumme ist der Kaufpreis des Fahrrades entscheidend. Denn im Schadenfall erhalten Sie den tatsächlich von Ihnen gezahlten Betrag als Ersatz.

Sie möchten nur ein Fahrrad versichern?

Die Versicherungssumme sollte dem Kaufpreis entsprechen. Haben Sie also ein Fahrrad für 599 € gekauft, wählen Sie 600 € als Versicherungssumme.

Sie möchten mehrere Fahrräder versichern?

Die Versicherungssumme sollte der Summe der Kaufpreise Ihrer Räder entsprechen. Haben Sie zwei Fahrräder für 600 € gekauft, wählen Sie 1.200 € als Versicherungssumme.


monatlich

Rechtstipps für Winter-Radler

Wer mit seinem Fahrrad im Winter unterwegs ist, begegnet im Schnee, Laub oder in der Dunkelheit manchmal Überraschungen. Wir haben uns die häufigsten Fälle rausgepickt.

Rechtstipps für Winter-Radler

Rutschpartie auf Eis, Schnee und Laub

Kommunen sind verpflichtet Radwege zu räumen. Geschieht ein Unfall aufgrund von Laub, Schnee oder Eis steht dem Radfahrer ein Schadenersatz zu. Und zwar dann, wenn die Gemeinde ihren Räumungs- und Streudienst außer Acht gelassen hat. Doch Vorsicht: Das Gericht kann dem Radler eine Mitverantwortung zusprechen, wenn er leichtsinnig in eine offensichtliche Gefahrenstelle fährt.

Radfahren auf Zebrastreifen

Wenn wir mit dem Fahrrad im Winter durch die Stadt radeln, ist wegen den schlechten Lichtverhältnissen besondere Vorsicht geboten. Gerade bei Fußgängerüberwegen, wie dem Zebra-Streifen. Dieser Schutzbereich gilt nicht für Radler, die beim Überqueren auf dem Fahrrad sitzen bleiben. Passiert dann ein Unfall, trägt der Fahrradfahrer eine Mitschuld. Auf dem Zebra-Streifen heißt es also: runter vom Rad.

Straße oder Fahrradweg?

Ganz klar: Auch das Fahrrad im Winter gehört auf die Fahrbahn. Ausnahmen bilden beschilderte Fahrradwege. Sind diese mit einem blauen Schild mit weißem Fahrer gekennzeichnet, haben Radler die Pflicht, auf diese Wege auszuweichen. Die Regel gilt jedoch nicht, wenn Eis, Tiefschnee oder andere erhebliche Gefahren die Benutzung unzumutbar machen.

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