Höher, schneller, weiter – Discgolf erfährt gerade einen echten Höhenflug. Als Europas größter Sportversicherer haben wir uns die Kombination aus Golf und Frisbee-Spaß genauer angeschaut.

Beim Namen Discgolf denken die meisten mit Sicherheit nicht an Kuchen. Doch damit beginnt die Geschichte dieser Trendsportart – mit Kuchen. Oder besser gesagt: Mit den Aluminiumformen der amerikanischen Bäckerei Frisbie Baking Company, die ihre

süßen Backwaren in runden Formen verkaufte. In den 1940er Jahren nutzten Jugendliche diese als Flugscheiben und warnten Passanten, indem sie „Frisbee“ riefen.

Vom Wurfspiel zur Sportart

Um das Jahr 1950 herum griff die amerikanische Firma Wham’O das Wort Frisbee auf und vertrieb die bunten Scheiben als Spielzeug. Von da an verbreiteten sich die Wurfobjekte im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug. Im sonnigen Kalifornien begannen die ersten Fans damit, die Scheiben in Müllkörbe zu werfen. Das Discgolf war geboren. In den Siebzigern kam das erste offizielle Discgolf-Ziel heraus: das „pole-hole“ – ein Ziel-Korb, in den die Spieler die Frisbees warfen. Sie begannen damit, richtige Turniere auszutragen.

Discgolf und seine Regeln

Die Spielregeln sind simpel: Wie beim Golf lenkt der Spieler seine Frisbees von einer bestimmten Startposition in Richtung Ziel. Jeden weiteren Wurf nimmt er von dem Punkt vor, an dem die Plastikscheibe zum Liegen kam. Für jedes Ziel legen die Teilnehmer eine bestimmte Anzahl an Würfen fest. Als Gewinner zählt der Spieler, der die wenigsten benötigt. Das Schöne dabei: Discgolf können Sie nahezu überall spielen: In speziellen Anlagen genauso wie auf der Wiese vor der Haustür.

Discgolfen
Infografik Discgolf

Ein sagenhafter Weltrekord

Den größten Spaß macht die Sportart auf längere Entfernungen. Denn für die kleinen Scheiben, Golfdiscs genannt, sind große Distanzen überhaupt kein Problem. So liegt der Weltrekord im Frisbee-Wurf bei 255 Metern – einer Länge, die der Größe von zwei Fußballfeldern entspricht.

Die Trendsportart in Deutschland

Für solche Entfernungen steht dem Spieler der Driver zur Verfügung – eine leichte und besonders geformte Weitwurfscheibe. Für kleine Distanzen ist der Midrange, die Annäherungsscheibe, gedacht, während sich unmittelbar vor dem Korb der kurz fliegende Putter empfiehlt. Er ist der stabilste der Golfdiscs.

Entdecken Sie eine faszinierende Trendsportart, deren Welt eine Scheibe ist:

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