Was ist die richtige Absicherung auf Reisen?

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Es zieht Sie für längere Zeit in die Ferne? Wir wünschen Ihnen viel Spaß im Land Ihrer Sehnsucht! Aber erst einmal gilt es, die organisatorischen Vorbereitungen zu bewältigen, die jede mehrmonatige Reise mit sich bringt. Ganz oben auf der Liste: die Frage, was während Ihres Fortbleibens mit Wohnung und Hausstand geschieht.

Ihr Reiseziel ist gefunden: Sie können es kaum erwarten, bis der Flieger abhebt oder Sie endlich im Auto sitzen. Was Ihre Wohnung betrifft, so können Sie diese untervermieten und die während Ihrer Reise sonst weiterlaufenden Kosten damit reduzieren.

Natürlich haben Sie auch die Option, die Wohnung einfach leer stehen zu lassen, bis Sie wieder zu Hause sind. In diesem Fall sollten Sie jedoch Ihre Pflichten als Mieter bei längerer Abwesenheit kennen – und deren Erfüllung sicherstellen.

Untervermietung oder Einlagerung

Wohnung untervermieten

Sie suchen nach einer Möglichkeit, Ihre Wohnung während der Reise nicht leer stehen zu lassen und umsonst Miete zu zahlen. Die Untervermietung bietet hier Abhilfe. Entscheiden Sie sich für diesen Schritt, müssen Sie Ihren Vermieter ins Boot holen. Planen Sie, die Wohnung während Ihrer Abwesenheit komplett unterzuvermieten, brauchen Sie auf jeden Fall seine Zustimmung. Sonst riskieren Sie eine Kündigung. Anders sieht es aus, wenn Sie während Ihrer Reise nur einen Teil der Wohnung untervermieten. Also zum Beispiel ein Zimmer behalten, um sich Platz für Sie selbst und Ihre persönlichen Dinge freizuhalten. In diesem Fall haben Sie einen Anspruch auf die Zustimmung Ihres Vermieters. Schließlich haben Sie mit Ihrer langen Reise und dem Einsparen von Wohnkosten ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung.

Gründe gegen eine Erlaubnis der Untervermietung

Grundsätzlich hat Ihr Vermieter bei einer teilweisen Untervermietung zwei Gründe, seine Erlaubnis zu verweigern: Bei einer Überbelegung der Wohnung oder wenn Untermieter unzumutbar erscheinen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie Ihre vier Wände nicht unbedingt als Feriendomizil anbieten dürfen – auch wenn Ihr Vermieter eine Untervermietung gestattet. Vermieten Sie Ihre Wohnung während Ihrer Reise tageweise an Touristen, kann Ihnen eine Kündigung vom Vermieter ins Haus trudeln.

Untervermietung aus beruflichen Gründen

Wenn es um eine Untervermietung aus beruflichen Gründen geht, stehen die Chancen für eine Untervermietung nicht schlecht. Also zum Beispiel wenn Sie einen Job im Ausland antreten und Ihre Wohnung anschließend wieder übernehmen möchten. Hierbei gilt: Wer seine vier Wände nicht nutzen kann, darf sie untervermieten – sofern er ein Zimmer für sich behält. Das bekräftigte der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom Juni 2014. Es wurde entschieden, dass sich der Vermieter dem berechtigten Interesse einer Untervermietung nicht entgegenstellen kann – und zwar wenn der Mieter die Wohnung mit dem Ziel untervermietet, Reise- und Wohnkosten zu sparen und nach einer Zeit erneut einzuziehen.

Untervermietung und Haftung bei Schäden

Es ist empfehlenswert, einen genauen Blick auf die zukünftigen Untermieter zu werfen. Denn als derjenige, der die Wohnräume an Dritte überlässt, stehen Sie am Ende für die vom Untermieter verursachten Schäden gerade. Auch wenn es der Untermieter war, der Schäden verursachte, bittet der Vermieter den Hauptmieter zur Kasse. Ganz wichtig: Bauen Sie in diesen Fällen nicht auf Ihre Haftpflichtversicherung. Denn ein vom Untervermieter verantwortetes Malheur ist in der Regel nicht im Versicherungsschutz eingeschlossen. Ein Übergabeprotokoll ist in jedem Fall ratsam. Eine Inventarliste kann ebenfalls nicht schaden. Sie zeigt auf, welche Möbel und Einrichtungsgegenstände Sie dem Untermieter überlassen – und verhindert, dass diese unverhofft auf Reise gehen.

Untervermietung und der Kündigungsschutz

Ein Untermietvertrag ist meistens ein befristeter Mietvertrag. Er legt fest, dass der Untermieter die Wohnung nur für eine eingegrenzte Zeit bezieht. Dabei ist wichtig, in dem Dokument einen Grund für die zeitliche Eingrenzung anzugeben – etwa, dass Sie die Wohnung nach Ihrer Rückkehr wieder für sich benötigen. Fehlt eine solche rechtlich anerkannte Begründung im Untermietvertrag, ist das Mietverhältnis für unbestimmte Zeit gültig. Was viele nicht wissen: Für die unbefristete Untervermietung gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten, wenn sie Ihre Wohnung komplett untervermieten, und sogar sechs Monaten, wenn Sie ein Zimmer für sich zurückbehalten. Vor der Reise empfiehlt es sich, den Vertrag gründlich vorzubereiten.

Pflichten des Mieters bei längerer Abwesenheit

Für viele kommt eine Wohnungsaufgabe oder Untervermietung nicht in Frage. Sie verschließen ihre vier Wände und lassen sie für Monate leer stehen. Auch eine gängige Möglichkeit. Zu beachten gibt es in diesem Fall einiges – die Obhutspflichten zum Beispiel. Also die Pflichten, die Wohnung vor Mängeln zu bewahren oder entstandene Schäden dem Vermieter zu melden. Kommen Sie diesen während Ihrer Reise nicht nach, kann der Vermieter Schadensersatz fordern oder in schweren Fällen sogar eine fristlose Kündigung aufsetzen. Doch welche Pflichten sind das?

Bei einer längerer Reise muss der Vermieter Zugang zur Wohnung erhalten, wenn ein Notfall entsteht. Zum Beispiel ein Rohrbruch. Überlassen Sie Ihren Zweitschlüssel vor der Reise daher einer Vertrauensperson.
Prüfen Sie vor Ihrer Reise, ob Sie alle Fenster, Wasserhähne und Türen geschlossen haben. Schließlich sollen nicht nur unbefugte Personen nicht hereinkommen, sondern auch keine Feuchtigkeit.
Um Schimmelbefall zu verhindern, ist regelmäßiges Lüften angesagt. Gute Freunde oder Verwandte kümmern sich gern darum.
Nicht wenige Mieter überwintern gerne in wärmeren Ländern. Doch die Heizung in der leeren Wohnung dürfen sie dennoch nicht komplett auf null stellen. Grund dafür ist der Schutz vor Feuchtigkeitsschäden und Schimmel sowie vor dem Einfrieren der Heizung oder der Wasserleitungen.
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