Morgens die neuen Carver angeschnallt, ein paar Schwünge mit dem Snowboard ausprobiert, danach ein gemütlicher Jagatee und schnell wieder nach Hause. So unkompliziert wie heute in den Indoor-Anlagen war das Skifahren noch nie.
Skifahren
Aktiv werden
Das gehört dazu
Gut zu wissen
Das Skigebiet gleich um die Ecke
Das Glück auf der Piste unter einem Dach

Wer auf den Brettern stehen und steile Pisten hinabsausen möchte, muss heute nicht mehr in die Alpen fahren. Skifahren geht auch in der Halle.
Skifahren im Überblick |
|
|
Das bringt Skifahren für Ihre … |
|
|
Ausdauer |
|
|
Kraft |
|
|
Koordination |
|
|
Fettverbrennung |
|
|
Risikofaktor |
|
|
Verletzungsrisiko |
|
Indoor-Ski für Jedermann
Das Skigebiet im Flachland. Kurze Anreise, nie schlechtes Wetter und immer beste Schneeverhältnisse: Mittlerweile lässt sich der Wintersport das ganze Jahr genießen – in der Halle.
ARAG Aktiv-Services
Das gehört dazu
Weitere Tipps, Informationen und Wissenswertes rund um das Thema „Skifahren” finden Sie unter Das gehört dazu
Damit aus dem Urlaub kein Krankenhausaufenthalt wird
Harakiri oder Tempolimit? 85 Grad steile Piste oder „Idiotenhügel“? Für jeden Skifahrer gibt es die passende Piste. Doch egal, ob Einsteiger oder Profi, am Kopfschutz und Vorkehrungen zum Lawinenschutz sollten Sie nie sparen.
Oben immer mit: Wo besteht Helmpflicht beim Skifahren?

In Italien und Österreich kommen Kinder ohne Helm erst gar nicht auf die Piste, in Schweden in keinen Lift. Alles zur Helmpflicht.
Nicht „oben ohne“
Schwere Unfälle beim Skifahren müssen nicht sein. Helme schützen vor schweren Verletzungen. In diesen Ländern besteht Helmpflicht.
Italien: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren. Die Polizei ist für die Pistenrettung zuständig und übernimmt gleichzeitig die Kontrolle der Einhaltung dieser Helmpflicht. Wer ohne Helm angetroffen wird, dem drohen der Entzug des Skipasses und ein Bußgeld bis zu 200 Euro!
Kroatien: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren.
Slowenien: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren.
Österreich: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren von der Bundesregierung beschlossen, Umsetzung ist Aufgabe der Bundesländer. In Niederösterreich besteht Helmpflicht.
Frankreich: Keine Helmpflicht; aber Kampagnen zur Nutzung von Helmen bei Kindern und Jugendlichen.
Schweiz: Keine Helmpflicht; erfolgreiche Aufklärungskampagnen haben für die europaweit höchste Tragequote von Helmen gesorgt.
Schweden: Keine gesetzliche Helmpflicht, aber: Kinder ohne Helm werden nicht mit Skilift befördert.
Deutschland: Keine Helmpflicht, der Deutsche Ski Verband und der Deutsche Skilehrer Verband unternehmen große Anstrengungen, um die Skifahrer über den Sinn des Tragens von Helmen aufzuklären.
USA/Canada: Keine Helmpflicht.
Die sichersten und die riskantesten Abfahrten

Einsteiger schätzen „blaue” Pisten und Info-Scouts auf der Piste. Adrenalinjunkies werden bei einem Gefälle ab 50 Grad erst die Ski anziehen.
Harakiri und blaue Gemütlichkeit
Todesangst am Hang oder gemütliches Skibummeln auf der Piste. Wir haben die sichersten und riskantesten Abfahrten für Sie zusammengestellt.
Die sichersten Abfahrten
„Blau“ steht in der Pistentypologie für „einfach“. Kein Skigroßraum hat einen so hohen Blau-Anteil wie das Montafon in Vorarlberg. Schafberg, Hochjoch, Golm – hier kommen (Wieder-)Einsteiger voll zum Zug, dank breiter und besonders sicherer Pisten.
Auch im italienischen Alta Badia können Skifahrer gut blaumachen. Mehr als die Hälfte der 130 Abfahrtskilometer sind als „leicht“ gekennzeichnet.
Tempo-30-Zone in Gstaad. Als erster Alpenvertreter führte der schweizerische Edel-Skiort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf vier „Mischpisten“ ein.
Eine Schneepatrouille schiebt auch am Feldberg im Schwarzwald ihren Dienst. Rund 35 Info-Scouts fungieren als Ansprechpartner für Touristen und geben Tipps zu den besten Pisten, zur Wetterlage oder zum kürzesten Weg zu einer bestimmten Hütte. Positiver Nebeneffekt: weniger Unfälle.
Weniger Unfälle, das ist auch das Ziel eines neuen Skiservices am Kärntner Nassfeld. Mit „Nice Surprise“ wird eine Art Ski- und Board-TÜV direkt an der Piste angeboten, um zumindest Materialfehler als Unfallursache zu minimieren.
Die riskantesten Abfahrten
85 Prozent Neigung, bis zu 80 Meter weite Sprünge, Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometer: Die 3.300 Meter lange Streif in Kitzbühel ist nur etwas für echte Cracks.
Die „Mur Suisse“, die „Schweizer Mauer“, in den Portes du Soleil ist ein technisch sehr anspruchsvoller Steilhang oberhalb von Champéry mit Gefällen bis zu 50 Grad. Die berüchtigte Piste vom Pass Chavanette hinunter nach Planachaux misst zwar nur einen Kilometer, weist aber 330 Meter Höhenunterschied auf und ist förmlich mit Buckeln durchsetzt.
Nomen est omen: Die „Harakiri“ im Zillertaler Skigebiet Hippach/Mayrhofen ist kein Sonntagsausflug. Die mit 78 Prozent steilste präparierte Piste der Alpen wird täglich mit speziellen Pistenraupen gewalzt, zur extremen Neigung kommen noch Eis, Steine und Buckel dazu.
Bei der 3.842 Meter hohen Aiguille de Midi geht es zu Fuß über einen schmalen, eisigen Grat zum Skianschnallplatz. Die 20 Kilometer lange Routenabfahrt durchs Vallée Blanche hinunter nach Chamonix wird begleitet von Felsabbrüchen, Gletscherspalten und rutschgefährdeten Abhängen.
Knaller in Bayern: der unpräparierte Laber-Nordhang bei Oberammergau mit einem Gefälle von 84 Prozent. Wer Schuss fährt, kann bei einem Neigungswinkel von 30 Grad, stellenweise sogar bis zu 42 Grad, Geschwindigkeiten von rund 200 Stundenkilometern erreichen. Helm und Rückenprotektoren sind zwingend.
Ausrüstung: Kaufen oder mieten?

Ski und Snowboard gut - am besten mit einer gut sitzenden Ausrüstung aus dem Fachhandel. Lassen Sie sich beraten.
Der Fachmann hilft
Wer die Freude am Skifahren entdeckt hat, ob in der Halle oder an der frischen Luft, wird sich mit der Anschaffung und dem Transport von sperrigen Skiern oder Snowboards beschäftigen müssen. Am besten lassen Sie sich von einem kompetenten Fachhändler zu Hause oder an Ihrem Urlaubsort beraten.
Eine interessante Alternative ist das Ausleihen der Ausrüstung. Die Vorteile: kein Transport, keine Anschaffungskosten und immer aktuelle Modelle, die bestens präpariert sind. Mieten können Sie in den Skihallen und in den Skigebieten.
Ihre gekauften oder gemieteten Wintersportgeräte sind übrigens im Rahmen einer DSV Skiversicherung optimal geschützt gegen Diebstahl, Bruch und Beschädigung.
Eine interessante Alternative ist das Ausleihen der Ausrüstung. Die Vorteile: kein Transport, keine Anschaffungskosten und immer aktuelle Modelle, die bestens präpariert sind. Mieten können Sie in den Skihallen und in den Skigebieten.
Ihre gekauften oder gemieteten Wintersportgeräte sind übrigens im Rahmen einer DSV Skiversicherung optimal geschützt gegen Diebstahl, Bruch und Beschädigung.
Hightech im Schnee: Brillen, Protektoren, Accessoires

Lawinenschutz im Rucksack, eine Brille, die nicht beschlägt, ein Rückenprotektor und ein richtig sitzender Helm. Darauf sollten Sie beim Kauf achten.
Airbag beim Skifahren
Skifahren geht nur mit der richtigen Ausrüstung. Die passende für sich zu finden, ist gar nicht so leicht. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten müssen.
Skibrillen
Brillen, die nicht beschlagen (Anti-Fog-Beschichtung) gehören schon zum Standard. Doch nun gibt es auch Skibrillen, die je nach Witterung und Sonnenverhältnissen auf Knopfdruck Sichtfenster oder Sonnenschutz sind. Wichtig beim Kauf: Ihr Sichtfeld muss erhalten bleiben. Setzen Sie die Brille auf, strecken Sie die Arme nach vorne und dann langsam zur Seite. Sie sollten bis zu einem Winkel von rund 160 Grad immer noch Ihre Arme sehen. Gute Skibrillen gibt es ab ca. 100 Euro.
Skihelm
Helme beim Skifahren machen nicht nur für Kinder Sinn. Wichtig beim Kauf: Der Helm darf nicht drücken, aber auch nicht wackeln. Schütteln Sie als Test beim Anprobieren mit dem Kopf. Achten Sie auf einen einfach zu handhabenden Verstellmechanismus. Der Kinnriemen darf nicht einschneiden und sollte gepolstert sein. Hat der Helm die europäische Norm EN 1077? Schauen Sie in die Innenseite des Helms und kaufen Sie nur solche mit der Kennzeichnung. Probieren Sie auch gleich, ob Ihre Skibrille zum Helm getragen werden kann. Hat der Helm eine Klimaregulierung, können die Ohrenpads und die Belüftungsabdeckungen entfernt werden?
Rückenprotektor
Immer mehr Wintersportler lassen Wirbelsäule, Schulter- und Lendenbereich von Rückenprotektoren oder Protektorenwesten bewachen. Entsprechend wächst auch das Angebot an Modellen. DSV aktiv und die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) haben gemeinsam mit dem TÜV SÜD elf Modelle eingehend getestet.
Skibrillen
Brillen, die nicht beschlagen (Anti-Fog-Beschichtung) gehören schon zum Standard. Doch nun gibt es auch Skibrillen, die je nach Witterung und Sonnenverhältnissen auf Knopfdruck Sichtfenster oder Sonnenschutz sind. Wichtig beim Kauf: Ihr Sichtfeld muss erhalten bleiben. Setzen Sie die Brille auf, strecken Sie die Arme nach vorne und dann langsam zur Seite. Sie sollten bis zu einem Winkel von rund 160 Grad immer noch Ihre Arme sehen. Gute Skibrillen gibt es ab ca. 100 Euro.
Skihelm
Helme beim Skifahren machen nicht nur für Kinder Sinn. Wichtig beim Kauf: Der Helm darf nicht drücken, aber auch nicht wackeln. Schütteln Sie als Test beim Anprobieren mit dem Kopf. Achten Sie auf einen einfach zu handhabenden Verstellmechanismus. Der Kinnriemen darf nicht einschneiden und sollte gepolstert sein. Hat der Helm die europäische Norm EN 1077? Schauen Sie in die Innenseite des Helms und kaufen Sie nur solche mit der Kennzeichnung. Probieren Sie auch gleich, ob Ihre Skibrille zum Helm getragen werden kann. Hat der Helm eine Klimaregulierung, können die Ohrenpads und die Belüftungsabdeckungen entfernt werden?
Rückenprotektor
Immer mehr Wintersportler lassen Wirbelsäule, Schulter- und Lendenbereich von Rückenprotektoren oder Protektorenwesten bewachen. Entsprechend wächst auch das Angebot an Modellen. DSV aktiv und die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) haben gemeinsam mit dem TÜV SÜD elf Modelle eingehend getestet.
Lawinenschutz
Abseits der Piste oder bei Skitouren absolut Pflicht ist ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS). Der elektronische Sender und Empfänger strahlt Signale aus und kann geortet werden. Testen Sie das Gerät vor dem Tourenstart; achten Sie auf den
Abseits der Piste oder bei Skitouren absolut Pflicht ist ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS). Der elektronische Sender und Empfänger strahlt Signale aus und kann geortet werden. Testen Sie das Gerät vor dem Tourenstart; achten Sie auf den
Schwindel im Skigebiet
Beim Skifahren oder bei einer Skitour kann die Luft ganz schnell dünn werden. So liegt zum Beispiel das Skigebiet auf dem Hintertuxer Gletscher auf einer Höhe bis zu 3.250 Meter. Wer hier aus dem Lift steigt, kann es eventuell schnell spüren: Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit. Er ist höhenkrank. Grund ist die Abnahme des Sauerstoffdrucks mit zunehmender Höhe und die Folge davon Sauerstoffmangel. Der menschliche Körper reagiert darauf mit weitestgehend harmlosen Symptomen, die nach ein bis zwei Tagen verschwunden sein sollten. Dennoch: Wer sich beim Skifahren auf einer Höhe über 2.500 Metern aufhält, sollte auf die genannten Anzeichen achten und bei Kopfschmerzen oder Übelkeit wieder absteigen beziehungsweise abfahren. Auch Ruhe ist jetzt wichtig für den Körper. Aber machen Sie sich keine Sorgen: Wer nur kurzfristig große Höhen mit der Seilbahn erklimmt und bei Beschwerden schnell wieder absteigt, muss normalerweise keine ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen fürchten.
Mit dem Schneeschuh in die Berge
Wandern mit Schneeschuhen ist für Menschen in der Arktis und Antarktis eine Notwendigkeit, in den europäischen Bergen aber ein echter Trendsport. Wer verschneite Landschaften ganz ohne üblichen Skizirkus erleben möchte, kann sich Schneeschuhe mieten und loslaufen. Aber Vorsicht: Wer achtlos in den Schnee stapft, kann Lawinen auslösen. Deshalb immer auf ausgewiesenen Wegen bleiben.
Entdecken Sie das Schneeschuhwandern für sich.
Entdecken Sie das Schneeschuhwandern für sich.
Wichtige Notrufnummern in den Alpen
In ganz Europa gilt die Notrufnummer 112. Aber welche Nummer hat die Bergrettung?
Rettungs- dienst |
Berg- rettung |
Polizei |
Straßen- dienst |
Lawinen |
|
|
Deutschland |
112 |
19222 |
110 |
|
0049 89 92141210 |
|
Südtirol |
118 |
118 |
113 |
116 |
0471 270555 |
|
Italien |
112 oder 118 |
|
113 oder 112 |
116 |
|
|
Schweiz |
112 oder 144 |
1414 |
112 oder 117 |
140 |
187 innerhalb der Schweiz |
|
Österreich |
112 oder 144 |
140 |
112 oder 133 |
120 |
|
|
Frankreich |
112 oder 15 |
|
112 oder 17 |
|
0033 892 681020 |
|
Slowenien |
|
|
|
|
0038 661 9822 |
ARAG Buchtipp
Sportverletzt – was jetzt? Ursachen, Behandlung, Vorbeugung.
H. Rieger, Deutscher Ärzte-Verlag, 49,95 Euro
Umfassendes Nachschlagewerk über anatomische Grundlagen, Erstbehandlungen und allgemeine Maßnahmen nach Sportverletzungen, besondere Verletzungsmuster und wie Verletzungsrisiken minimiert werden können.
H. Rieger, Deutscher Ärzte-Verlag, 49,95 Euro
Umfassendes Nachschlagewerk über anatomische Grundlagen, Erstbehandlungen und allgemeine Maßnahmen nach Sportverletzungen, besondere Verletzungsmuster und wie Verletzungsrisiken minimiert werden können.
