Das Impfen ist in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen. Doch Schutzimpfungen beugen vielen Krankheiten vor. Hier erfahren Sie, welche Impfungen empfohlen werden.
Regelmäßig impfen
Aktiv werden
Das gehört dazu
Gut zu wissen
Ein kleiner Pikser schützt vor gefährlichen Krankheiten
Sind Sie ausreichend geimpft?

Impfungen müssen zum Teil in einem bestimmten Lebensalter durchgeführt oder aufgefrischt werden. Der Impfkalender gibt Ihnen einen Überblick.
Wann steht welche Impfung an?
Alter in vollendeten Monaten |
2 |
3 |
4 |
11-14 |
15-23 |
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Tetanus, Diphterie, Keuchhusten |
1. Impfung |
2. Impfung |
3. Impfung |
4. Impfung |
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Kinderlähmung, Hepatitis B |
1. Impfung |
2. Impfung |
3. Impfung |
4. Impfung |
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Haemophilus influenzae Typ b, Pneumokokken |
1. Impfung |
2. Impfung |
3. Impfung |
4. Impfung |
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Masern, Mumps, Röteln, Windpocken |
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1. Impfung |
2. Impfung |
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Meningokokken |
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Impfung ab dem vollend. 12. Monat |
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Alter in vollendeten Jahren |
5-6 |
9-17 |
18-60 |
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Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten |
Auffrisch- Impfung |
Auffrisch- Impfung |
Auffrisch- Impfung |
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Kinderlähmung |
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Auffrisch- Impfung |
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Windpocken |
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Standard- Impfung** |
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Hepatitis B |
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Grund- Immunisierung*** |
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Pneumokokken, Influenza |
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Standard- Impfung**** |
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Gebärmutter- halskrebs |
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3 Impfungen für Mädchen zw. dem 12. und 17. Lebensjahr |
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Das gehört dazu
Weitere Tipps, Informationen und Wissenswertes rund um das Thema „Regelmäßig impfen“ finden Sie unter Das gehört dazu
Ist Ihr Impfpass auf dem neuesten Stand?
Gegen gefährliche Infektionskrankheiten stehen mittlerweile erprobte Impfstoffe bereit. In den letzten Jahren wird auch vermehrt zur Grippeimpfung aufgerufen. Erfahren Sie hier, ob Sie zur Risikogruppe zählen.
Impfen schützt gegen gefährliche Infektionen

Durch breit angelegte Impfprogramme kommen bestimmte Infektionskrankheiten nur noch selten vor. Impfen schützt Ihre Gesundheit!
Lassen Sie sich impfen!
Bitten Sie Ihren Arzt, Ihren Impfpass zu überprüfen und achten Sie auch bei Ihrem Nachwuchs auf anstehende Impftermine.
Masern: Typisch sind die roten Hautflecken, hinzu kommen Fieber und ein geschwächter Allgemeinzustand. Masern können zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie etwa Hirnentzündungen führen.
Diphtherie: Diese schwere Atemwegserkrankung kann sich auch auf Herz und Gehirn auswirken. Erste Anzeichen: bellender Husten, Krustenbildung am Naseneingang, hohes Fieber.
Röteln: Erste Anzeichen sind Fleckenbildung auf der Haut, Fieber und Lymphknotenschwellung. Röteln während der Schwangerschaft schädigen den Embryo.
Mumps: Diese typische Kinderkrankheit kann zu Hirnhautentzündung, Ertaubung und bei Jungen zu Hodenentzündungen und Unfruchtbarkeit führen.
Keuchhusten: Schwere Hustenattacken können bis zum Atemstillstand führen.
Influenza: Die echte Grippe zählt zu den Infektionskrankheiten mit den höchsten Sterblichkeitsraten. Die Unterschiede zur normalen Erkältung sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn, hohes Fieber, starkes Krankheitsgefühl, trockener Husten und Übelkeit.
Tetanus (Wundstarrkrampf): Die zum Teil lebensbedrohlichen Muskelkrämpfe werden durch bestimmte Bakterien ausgelöst, die über offene Wunden in die Nervenbahnen gelangen.
Kinderlähmung (Polio): Die Erkrankung kann von einem nahezu symptomfreien Verlauf bis hin zu schwerwiegender Schädigung von Rückenmark und Gehirn verschiedene Formen annehmen.
Wie hoch ist Ihr Influenza-Risiko?

Die echte Virusgrippe ist hochansteckend und kann lebensbedrohlich werden. Hier erfahren Sie, für wen eine Impfung sinnvoll ist.
Virusgrippe – sind Sie gefährdet?
Wenn einer der Punkte auf Sie zutrifft, sollten Sie sich impfen lassen.
Ihr Immunsystem ist geschwächt (Ursachen: Schlafmangel, Rauchen, falsche Ernährung, Stress, Aids).
Sie arbeiten als Verkäufer, Erzieher, im medizinischen Bereich oder in einem anderen Beruf mit viel Kontakt zu anderen Menschen.
Sie benutzen regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel.
Sie leiden an chronischen Herzerkrankungen, Lungenerkrankungen oder an Diabetes.
Sie sind schwanger.
Sie sind über 60 Jahre alt.
Impfen: Wissen Sie Bescheid?
Impfen bietet guten Schutz gegen Infektionskrankheiten. Hier erfahren Sie, was im Körper bei einer Impfung passiert. Außerdem: Was ist dran an hartnäckigen Vorurteilen gegen das Impfen?
So funktioniert eine Impfung
Unser Immunsystem ist intelligent: Dringen Krankheitserreger ein, entwickelt es körpereigene Abwehrstoffe und bekämpft die Eindringlinge. Dabei entstehen „Gedächtniszellen“: Bei einer erneuten Infektion erkennt das Immunsystem die Erreger wieder und setzt seine Antikörper ein. Die Krankheit bricht gar nicht erst aus.
Impfen macht immun
Bei einer Impfung passiert genau das: Der Impfstoff macht das Immunsystem mit neuen Erregern bekannt, sodass eine körpereigene Abwehr entwickelt werden kann. Manche Impfungen werden in mehreren Schritten durchgeführt oder müssen nach einer bestimmten Zeit aufgefrischt werden; andere bleiben lebenslang wirksam.
Impfmythen auf der Spur
Gegen das Impfen gibt es nach wie vor viele Vorurteile. Was steckt dahinter?
Die Wirksamkeit von Impfungen ist nicht belegt. Grundsätzlich werden Impfstoffe nur dann zugelassen, wenn das Verhältnis von Nutzen und Risiko stimmt. Ein Beispiel, das die Wirksamkeit zeigt: Das Vorkommen von Kinderlähmung sank nach Einführung der Schluckimpfung von 4.700 Fällen im Jahr 1961 auf weniger als 50 Fälle im Jahr 1965. Ähnlich eindrucksvolle Zahlen gibt es für andere gefährliche Infektionskrankheiten.
Trotz Impfung besteht ein Krankheitsrisiko. Kein Medikament hilft allen Menschen gleich gut, dasselbe trifft auf Impfstoffe zu. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit einer Infektionskrankheit anzustecken, lässt sich durch Impfen aber deutlich reduzieren. Beispiel: Statistisch beträgt das Risiko, an Masern zu erkranken bei Ungeimpften 97–98 Prozent, bei Geimpften nur 2–3 Prozent.
Das Durchmachen von Kinderkrankheiten schützt besser als Impfen. Dafür gibt es keine Belege. Impfen trainiert das Immunsystem, außerdem können Kinder durch schwere Infektionskrankheiten in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden. Eine durch Masern hervorgerufene Hirnentzündung trifft zum Beispiel eines von 1.000 ungeimpften Kindern. Unter geimpften Kindern liegt die Wahrscheinlichkeit bei eins zu einer Million.
Impfen hat viele Nebenwirkungen. Eine Impfung kann in seltenen Fällen zu vorübergehenden Reaktionen wie Fieber, Kopfschmerzen oder Übelkeit führen. Debattiert wird, ob zum Beispiel der Mumps-Masern-Röteln-Impfstoff Darmbeschwerden und Autismus auslösen kann. Dies ist nicht erwiesen. Fakt ist: Das Risiko für einen Impfschaden ist deutlich geringer, als ungeimpft krank zu werden und Komplikationen zu erleiden.
Viele Krankheiten sind ausgerottet, dagegen muss man nicht impfen. Beispiel Kinderlähmung: Die Infektion kommt in Deutschland aufgrund langjähriger Impfprogramme nur noch sehr selten vor. Das ist aber nicht in allen Ländern so. Urlauber können die Krankheit wieder einschleppen.
