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Mann liegt mit Fernglas in einer Wiese
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Kalte Füße, Lidzucken oder Schwindel – unser Körper vollführt manchmal die merkwürdigsten Kapriolen. Meist sind die kleinen Symptome harmlos, aber es können sich auch Krankheiten dahinter verstecken.
Was zwickt denn da schon wieder?
Was bedeuten die Signale des Körpers? Werden Sie fit in Selbstdiagnose und finden Sie heraus, ab wann Sie doch lieber zum Arzt gehen sollten.
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Angeboren oder ab zum Arzt?
Nicht jedes Zipperlein muss dramatisch enden. Wir sagen Ihnen, bei welchen Symptomen Sie zum Arzt gehen sollten.
Blutfleck im Auge. Auf einmal ist eine kleine Ader im Auge geplatzt und auf dem weißen Augapfel zeichnet sich ein leuchtend roter Blutfleck ab. Harmlosere Auslöser sind etwa starkes Husten oder Niesen. Meistens baut sich der Blutfleck in wenigen Tagen von selber ab und verschwindet wieder ganz. Das geplatzte Äderchen kann aber auch ein Anzeichen für Bluthochdruck sein.
Dumpfes Ohr. Das Ohr scheint wie verstopft zu sein. Hier sollte man auf keinen Fall versuchen, das Ohr tief im Gehörgang zu säubern, denn dabei kann man das Trommelfell verletzen. Besser ist es, zum Arzt zu gehen und den Ohrpfropf, der meistens Ursache des Problems ist, professionell entfernen zu lassen.
Dunkle Augenringe. Schuld an der Hautverfärbung ist meist nicht der ausschweifende Lebenswandel. Die Ursache liegt eher in den Genen. Betroffen sind oft hellhäutige, blasse Menschen. Ihre Haut ist besonders durchscheinend. Weil die Haut um die Augen herum sowieso zarter ist, scheinen die darunterliegenden Blutgefäße ziemlich stark durch.
Kalte Hände und Füße. Betroffen sind meist besonders schlanke, junge Menschen mit niedrigem Blutdruck. Regelmäßiger Sport und Wechselduschen helfen in diesem Fall. Allerdings kann auch eine Durchblutungsstörung Auslöser sein. Deshalb ist es richtig, den Arzt um Rat zu fragen.
Kloß im Hals. Medizinisch heißt es „Globusgefühl“. Meist ist die Ursache für diese Beschwerde psychisch bedingt. Auslöser sind Stress oder z. B. der Todesfall eines nahen Verwandten oder Freundes. Doch es kommen auch organische Ursachen in Frage. Hält das Gefühl an: Ab zum Arzt!
Lidzucken. Ursache kann ein kleiner Augenmuskelnerv sein, der gereizt ist. Oft spielt dabei Zugluft eine Rolle. Auch bevor ein Infekt, etwa eine Erkältung ausbricht, kann sich dieses Lidzucken zeigen. Zudem könnte Stress ein Auslöser sein. In der Regel verschwindet die unangenehme Erscheinung nach zwei bis drei Tagen wieder von allein.
Mundgeruch. Erste Adresse ist der Zahnarzt, der untersucht, ob schadhafte Zähne oder Zahnfleischerkrankungen den Mundgeruch verursachen. Eine weitere Ursache könnten auch vernarbte Mandeln oder Ausstülpungen in der Speiseröhre sein. Um dem Auslöser auf die Spur zu kommen, hilft eine Charakterisierung des Geruchs. Das sollten Sie lieber der geübten Nase des Arztes überlassen.
Plötzliche Sehstörungen. Verschlechterung der Sehqualität, verschwommene Umgebung, Doppelbilder, Flimmern, Blitze, Empfindlichkeit bei grellem Licht, schwimmende Punkte vor den Augen oder Gesichtsfeldausfälle – treten diese Symptome plötzlich auf, können die Augen oder das Nervensystem ernsthaft beeinträchtigt sein. Es könnte z.B. eine Schilddrüsenerkrankung oder Durchblutungserkrankung vorliegen. Gehen Sie zum Arzt!
Ständiges Räuspern. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen nervösen Tick. Allerdings sollte man ständiges Räuspern doch besser vom Arzt abklären lassen. Neben einem Infekt kommen Entzündungen, Nervenschäden oder Schilddrüsenfunktionsstörungen als Auslöser in Frage. Oft handelt es sich auch um zähen Schleim, der nach einem Infekt noch zwei bis drei Wochen lang auftritt und nur schwer abgehustet werden kann.
Spürbares Herzklopfen. Dieses Phänomen tritt vor allem unter psychischer Belastung auf. Es verschwindet wieder, wenn sich die Situation verbessert oder man einfach nicht mehr an das Herzklopfen denkt. Tritt das Pochen von Innen häufiger auf, sollte man jedoch zum Arzt gehen.
Tränensäcke. In der Regel gelten Tränensäcke als Alterserscheinung. Das zarte Bindegewebe unter den Augen wird mit den Jahren schwächer, Falten bilden sich, und das Gewebe sackt ab. Anlass zur Besorgnis sind Tränensäcke also nicht. Nur sehr selten entstehen Tränensäcke durch eine Krankheit.
Übermäßiges Schwitzen. Meistens sind die Ursachen eher harmlos und lassen sich durch Aufregung erklären. Die Bereitschaft, stark zu schwitzen, ist zudem genetisch bedingt. Wenn das Schwitzen jedoch sehr ausgeprägt ist und stört, sollte man seinen Arzt fragen. Es könnte auch Anzeichen für Bluthochdruck, eine Funktionsstörung der Schilddrüse oder für die Wechseljahre sein.
Das gehört dazu
Weitere Tipps, Informationen und Wissenswertes rund um das Thema „Symptome erkennen“ finden Sie unter Das gehört dazu
Verstehen Sie die Sprache Ihres Körpers
Der menschliche Körper ist ein hochkomplexer Organismus und ein schwer zu verstehendes System. Erst, wenn das System nicht mehr ungestört funktioniert, merkt der Mensch, dass etwas nicht in Ordnung ist. Verstehen Sie die Zeichen.
Wenn der Motor auf Hochtouren läuft – Bluthochdruck
Fast jeder zweite Erwachsene hat Bluthochdruck. Schon kleine Änderungen im Lebensstil können eine große Wirkung herbeiführen.
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Bluthochdruck und seine Folgen
Bis der Arzt Bluthochdruck diagnostiziert hat, kann der Körper schon unter den Folgen leiden. Handeln Sie, bevor es zu spät ist!

Ein Körper mit Bluthochdruck ist vergleichbar mit einem Motor, der ständig auf Hochtouren läuft. Dieser verschleißt viel schneller als einer, der auch mal im Leerlauf verschnaufen darf. Bei Bluthochdruck ist es ähnlich: Er führt zu einer schweren Dauerbelastung für Herz und Blutgefäße, aber auch für das Gehirn und die Nieren. Die Adern verlieren ihre Elastizität, werden starr und durch Kalkablagerungen immer enger. Doch Bluthochdruck entsteht nicht von heute auf morgen, sondern ist oft das Ergebnis jahrelanger Belastungen, z. B. durch mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und Stress.

Die Herausforderung am Hochdruck: Man merkt ihn kaum. Zumindest am Anfang fühlen sich die meisten Patienten fit und gesund. Wenn der Hochdruck rechtzeitig erkannt und gezielt behandelt wird, können die fatalen Spätfolgen vermieden werden. Deshalb: Blutdruck immer mal wieder überprüfen lassen!
Symptome und Folgen eines Schlaganfalls
Ein Schlaganfall kann jeden treffen und ist immer ein Notfall. Mit schneller Reaktion und den richtigen Anlaufstellen können die Folgen begrenzt werden.
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Die ersten drei Stunden sind entscheidend
Pro Jahr erleiden ca. 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Ein Schlaganfall entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn verstopft ist oder platzt. So ist der Blutstrom in dem empfindlichen Organ unterbrochen. Die Gehirnzellen in dem betroffenen Areal werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Auf diese Weise werden diese Zellen geschädigt oder sterben ab. Aus diesem Grund spielen die ersten drei Stunden nach dem Ereignis eine ganz zentrale Rolle für das weitere Leben des Patienten.

Etwa 50 Prozent der Hirninfarkte kündigen sich an – teilweise Wochen vorher. Warnsignale sind kurzfristige Durchblutungsstörungen, die zu nervenbedingten Ausfällen führen. Zum Beispiel Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen, Sehbeeinträchtigungen wie Doppelbilder oder sogar Erblindungssymptome. In diesem Fall sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen, denn dann könnte ein Schlaganfall durch blutverdünnende Maßnahmen oder durch die operative Beseitigung von Engpässen verhindert werden.

Auch ohne Symptome sollten Sie sich daher schon jetzt nach einem Krankenhaus erkundigen, das eine Schlaganfallspezialabteilung – eine sogenannte „Stroke-Unit“ – unterhält. Da jeder Schlaganfall ein Notfall ist, müssen die Symptome sofort im Krankenhaus abgeklärt werden – also unbedingt den Notruf tätigen über die Telefonnummer 112 (Bayern und Saarland: 19222).
 
Charakteristische Symptome bei einem Schlaganfall
Lähmungs- oder Taubheitsgefühl (in der Regel an einer Körperseite, erkennbar im Gesicht, an herabhängendem Mundwinkel, am Arm oder Bein)
Sehstörungen (Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle)
Sprach- und/oder Sprachverständnisstörungen
Interview mit Dr. Tobias Sprenger, Facharzt für Allgemeinmedizin in Köln
Dr. Tobias Sprenger: Zur Vorbeugung gegen Schlaganfall spielt gesunde Ernährung eine wichtige Rolle. Künstlich gehärtete Fette, die so genannten Transfette, sind besonders schädlich.

Aktivleben:Was kann man tun, um einem Schlaganfall vorzubeugen?
Dr. Tobias Sprenger: Das wichtigste, was ich meinen Patienten mit auf den Weg gebe: Finger weg von gehärteten Fetten. Diese Fett-Form ist chemisch abgewandelt, sodass die Moleküle nicht mehr ihre ursprüngliche, sondern eine unnatürliche Form bekommen.

Aktivleben: Was ist daran so schlimm?
Dr. Tobias Sprenger: Zum Beispiel verändert sich die Zusammensetzung des Cholesterins: Das LDL im Blut – das schlechte – nimmt zu, und das gute – das HDL – nimmt ab. So entstehen Ablagerungen in den Adern, was wiederum die Entstehung von Herz-Kreislauf-Problemen begünstigt. Somit auch einen Schlaganfall.

Aktivleben: Wo sind denn diese Transfette enthalten und wie kann ich sie vermeiden?
Dr. Tobias Sprenger: Es ist gar nicht einfach, Transfette im Alltag zu vermeiden. Man findet sie in Margarine und Bratfett aber auch in Fastfood, Fertigprodukten und Süßigkeiten. Also in allem, was lecker schmeckt. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit kann man die Transfette aber erkennen. Studieren Sie genau die Verpackungen der Lebensmittel: Wenn da steht: modifizierte, teilgehärtete oder gehärtete Fette, dann weg damit. Keine Angst: Es gibt auch sehr gute Schokolade ohne Transfette.

Symptome, die Sie ernst nehmen sollten
Ein Stechen in der Brust oder übertriebener Durst können Zeichen für ernsthafte Krankheiten sein. Reagieren Sie rechtzeitig.
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Die wichtigsten Symptome im Überblick
Schwindel. Plötzlich einsetzender Schwindel, der mit Kopfschmerzen, Schwäche, Gefühlsstörungen oder mit einer Bewusstseinsänderung, Übelkeit und Erbrechen einhergeht, kann ein Symptom für ernsthafte Erkrankungen sein, wie z. B. Traumata oder ein Tumor. Sobald Schwindel immer wieder auftritt, neurologische Ausfälle dazukommen, sich ein Hörverlust einstellt und es dafür keine plausible Erklärung gibt, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen.
Bauchschmerzen. Wenn Schmerzen im Bauchraum über längere Zeit wiederkehren oder plötzlich auftreten und sich verstärken, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Eine Blinddarmentzündung macht sich im Unterbauch bemerkbar. Bei einer Gallenkolik tritt der Schmerz schlagartig im Oberbauch auf. Akuter Schmerz in der Nieren-Gegend deutet auf eine Nieren-Kolik. Diffuse Schmerzen im Bauchraum, Übelkeit und kein Stuhlgang sind die typischen Symptome für einen Darmverschluss.
Kopfschmerzen. Kopfschmerzen können als Migräne oder nach der Einnahme von Medikamenten auftreten, nach einem Trauma oder durch virale oder bakterielle Infektionen. Doch auch eine Gefäßstörung, ein Tumor oder ein Schlaganfall könnten die Ursache sein. Wenn Kopfschmerzen anders als gewohnt sind – z.B. besonders heftig oder mit Begleiterscheinungen – empfiehlt es sich, die Ursachen von einem Arzt abklären zu lassen.
Husten und Atemnot. Bei älteren Menschen könnten nächtliche Hustenanfälle verbunden mit Atemnot Hinweise auf eine Herzschwäche sein. Zudem ist Husten ist ein wichtiges Früherkennungszeichen des Lungenkrebses – vor allem bei Rauchern. In Kombination mit Auswurf und Atembeschwerden könnte eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung die Ursache sein. Bei Kindern ist nächtlicher Husten oder nach körperlicher Belastung oft das erste Symptom eines sich entwickelnden Asthma bronchiale.
Blase und Harnwege. Entzündungen äußern sich meist in gehäuftem Harndrang, Schmerzen beim Harnlassen oder auch Fieber und Schüttelfrost, wenn eine Beteiligung der Nieren vorliegt. Zu den gefährlichsten Symptomen zählt die schmerzlose Makrohämaturie, wenn also das Blut im Harn mit dem freien Auge sichtbar ist. Hier könnte ein Tumor die Ursache sein.
Wenn die Erde wankt
Nahezu jeder zehnte Arztbesuch ist auf Schwindel zurückzuführen. In zahlreichen Fällen sind die Mediziner ratlos. Doch es gibt Hilfe: die Schwindel-Ambulanz in Kliniken und Krankenhäusern. Erfreulich: Fast alle Dreh-Attacken haben eine gute Prognose, denn meist sind die Ursachen nicht wirklich bedrohlich und können ohne viel Aufwand behandelt werden.
Lagerungsschwindel. Häufiges, aber gutartiges Symptom, das durch eine Störung im Gleichgewichtsorgan entsteht; tritt bei plötzlicher Bewegung auf (schnelles Aufstehen), klingt in Ruhe wieder ab.
Morbus Menière. Erkrankung mit plötzlich heftigen Drehschwindel mit Ohrgeräuschen oder gleichzeitiger Hörminderung auf einem Ohr. Man vermutet, dass diese Krankheit mit einer gestörten Flüssigkeitsversorgung des Gleichgewichtsorgans zusammenhängt.
Schwindel im Alter. Neben dem Gleichgewichtsorgan gehören zur Orientierung im Raum das Nervensystem und die Augen. Bei bestimmten Augenerkrankungen, kann das sensible System beeinträchtigt sein. Auch die Nerven an den Beinen sind mit zunehmenden Jahren häufiger gestört; Bein- oder Fußmuskeln senden weniger Informationen, der Mensch fühlt sich unsicherer. Wenn dann auch noch Blutdruckschwankungen oder unerwünschte Wirkungen von Medikamenten auftreten, kommt es zu Schwankschwindel und Gangstörungen.
Steht fest, warum der Patient an Drehschwindelattacken leidet, kann die Therapie beginnen. Die Behandlung kann schon nach einigen Tagen, in anderen Fällen erst nach drei bis sechs Monaten wirken. Der gutartige Lagerungsschwindel wird mit krankengymnastischen Übungen behandelt. Medikamente gibt es zum Beispiel, wenn die Menière-Krankheit oder Schwindel-Migräne festgestellt wurde.

Viele Menschen leiden vorübergehend an gutartigem Lagerungsschwindel. Sie sollten dann drei bis vier Tage abwarten. Wenn die Gleichgewichtsstörungen nicht abklingen, gehen Sie zum Arzt. Zur Vorbereitung auf die Anamnese und um dem Mediziner die Diagnose zu erleichtern, sollten Sie auf folgende Punkte achten.
Welche Art des Schwindels erleben Sie? Drehschwindel (wie Karussell fahren), Schwank- oder Benommenheitsschwindel?
Wie sind die Begleitsymptome?
Sind die Attacken spontan oder gibt es Auslöser?
Wie lange dauert der Schwindel?
 
Männer sind Vorsorgemuffel
Männern sterben sieben Jahre früher als Frauen. Sie achten weniger auf ihre Gesundheit und gefährden sich eher durch Nikotin und Alkohol.

Nur jeder vierte Mann nimmt die jährliche Krebs-Früherkennung in Anspruch. Sechs von zehn Männern geben an, nur im Krankheitsfall zum Arzt zu gehen. Dabei sind typische Männererkrankungen wie Prostatakrebs, Potenzprobleme und Herzinfarkt gut behandelbar, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Deshalb fordert Professor Herbert Rübben, Leiter der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Essen und Mit-Initiator des Männergesundheitstages: „Wir Männer müssen begreifen, dass ein Bewusstsein für unsere Gesundheit langfristig Erfolg versprechend ist. ’Ein Indianer kennt keinen Schmerz’ ist vorbei. Zur Vorsorge gehen und damit langfristig gesund sein, das kennzeichnet den Mann mit IQ für Lebensqualität.“