Keine Angst vor dem Arzt haben

Aktiv werden
Das gehört dazu
Gut zu wissen
Kleiner Jung hört seinen Arzt mit einem Stetoskop ab
Hilfreiche Kriterien bei der Wahl des Arztes
Ein Arzt sollte vertrauenswürdig und kompetent sein. Aber woran kann ein Patient eine gute Praxis erkennen? Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung, den richtigen Arzt für Ihr gesundheitliches Problem und qualifizierte Hilfe zu finden.
So bewahren Sie Ruhe im Wartezimmer
Wenn Sie Angst vor einem Arztbesuch haben, dann helfen Ihnen diese Tipps dabei, die Untersuchungen entspannt zu überstehen.
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So machen Sie das Beste aus Ihrem Arzttermin
Vertrauen ist der Anfang von allem. Wählen Sie eine Arztpraxis, in der Sie sich gut aufgehoben fühlen. Es gibt klare Merkmale, an denen Sie erkennen können, ob sich ein Arzt und das Praxispersonal um die Qualität Ihrer Behandlung bemüht.

Informationen über die Qualifikation des Arztes und der Praxismitarbeiter sind in der Praxis einzusehen (Nachweise über Spezial- oder Zusatzausbildungen).
Sie bekommen auf Nachfrage oder durch Aushänge in der Praxis mitgeteilt, ob der Arzt und seine Mitarbeiter regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen zur Qualitätssicherung teilnehmen.
Der Arzt beziehungsweise die Arztpraxis nehmen an einem Qualitätsprogramm teil.
Sie erkennen an Aushängen in der Praxis, dass die Qualität der Praxis geprüft oder sogar zertifiziert wurde.
 
Bereiten Sie Ihren Arztbesuch gut vor. Sie können aktiv dazu beitragen, dass der Termin zu Ihrer Zufriedenheit verläuft.
Stellen Sie eine Liste zusammen, welche Medikamente Sie gerade einnehmen und welche Behandlungen Sie erhalten, beziehungsweise erhalten haben.
Wenn Sie vorher schon bei einem anderen Arzt waren, nehmen Sie vorhandene Unterlagen – z. B. die Ergebnisse Ihrer Blutwerte – mit.
Schreiben Sie sich Fragen auf, die Sie dem Arzt stellen wollen.
 
Sollten Sie sich nun immer noch unwohl fühlen während Sie im Wartezimmer sitzen, versuchen Sie folgende Tipps
Machen Sie Entspannungsübungen.
Denken Sie darüber nach, wie Sie sich für den Arztbesuch belohnen wollen.
Sagen Sie Ihrem Arzt und dessen Personal vor Beginn der Untersuchung, dass Sie Angst haben.
Das gehört dazu
Weitere Tipps, Informationen und Wissenswertes rund um das Thema „Keine Angst vor dem Arzt haben“ finden Sie unter Das gehört dazu
Alles halb so wild – keine Panik vor dem Arzt
Lieber eine Schmerztablette mehr als einen Termin beim Arzt machen. Wenn Sie sich so verhalten, sollten Sie lesen, welche Folgen eine Selbstmedikation haben kann und wie Sie Ihre Angst vor dem Arzt in den Griff kriegen können.
Vorsicht bei Selbstdiagnose und Selbsttherapie
Was bringt eine Selbstdiagnose per Internet? Sie sparen zwar Zeit, doch schwerere Krankheiten sind für den Laien nicht feststellbar.
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Die Diagnose aus dem Internet
Die Deutschen therapieren sich bei Schmerzen, Erkältungen und kleinen Verletzungen gerne selbst. Die Gefahr der Fehlbehandlung ist groß.

Gesundheitsportale im Internet boomen
Patienten möchten mehr über ihre Gesundheit erfahren. Deshalb verschaffen sie sich Informationen über das Internet. Doch manche Gesundheitsportale sind in punkto Aktualität und Qualität nicht auf dem besten Stand. Deswegen und wegen der Möglichkeit falscher Selbstdiagnosen sind viele Ärzte den elektronischen Informationen gegenüber besonders skeptisch. Auch die daraus resultierende Selbsttherapie ist nicht immer unbedenklich.

Medikamente auf eigene Faust
Eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt, dass sich die Deutschen zunehmend selbst therapieren. 67 Prozent der Befragten gaben an, bei Kleinigkeiten nicht zum Arzt, sondern direkt zur Apotheke zu gehen. Etwa 45 Prozent der Arzneimittelpackungen in Apotheken werden heute von Patienten zur Selbstmedikation, also ohne vorherigen Arztbesuch, erworben. In der Liste der Präparate liegen Schmerzmittel (48 Prozent) ganz vorne, dann folgen Mittel gegen Erkältung (32 Prozent) und Mittel zur Wundversorgung, wie zum Beispiel Pflaster (25 Prozent).

Grenzen der Selbstmedikation
Mit der Zunahme der Selbstmedikation wächst auch die Gefahr einer versehentlichen Fehlbehandlung. Selbstmedikation ist keine Alternative zur ärztlichen Therapie. Sie hat ihre Grenzen dort, wo Krankheitsbild und Krankheitsursache für den Laien nicht mehr erkennbar sind und wo der eigenverantwortliche Einsatz von Arzneimitteln dem Konsumenten Schaden zufügen kann. Generell dürfen frei käufliche Medikamente ohne ärztlichen Rat nur kurzfristig eingesetzt werden. So können zum Beispiel Schmerzmittel im Langzeitgebrauch zu medikamentenbedingten Kopfschmerzen führen oder gar Organe schädigen. Deshalb: Wenn Symptome über längere Zeit anhalten, unbedingt zum Arzt gehen!
Karibikstrand beim Zahnarzt? Hypnose macht’s möglich!
Kriegen Sie Ihre Angst vor dem Zahnarztbesuch nicht in den Griff? Dann hilft Ihnen vielleicht eine Behandlung unter medizinischer Hypnose.
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Zahn ziehen ohne Betäubung
In Gedanken am Strand liegen, das Meer hören, den Sand fühlen – und schon wird die Spritze kaum noch wahrgenommen? Laut Hypnose-Experten ist das so.

Trance bedeutet gelenkte Konzentration, sodass es möglich wird, die sonstige Umgebung fast komplett auszuschalten. Um Angstpatienten entgegenzukommen, bieten immer mehr Zahnärzte die medizinische Hypnose in ihren Praxen an.

Damit sie die Behandlung genauer verstehen, ist es für Angstpatienten notwendig, sich zunächst einmal beraten zu lassen bzw. eine erste Hypnose auszuprobieren. Viele sind dann laut Experten sehr überrascht, wie entspannt sie sich während und auch nach der Trance fühlen.
 
So bereiten Sie ihr Kind auf den Arztbesuch vor
Arztbesuche gehören fest in den Terminkalender von Familien. Trotzdem: Die Untersuchungstermine sind für Kinder alles andere als Routine.
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Alarm beim Arzt
Trotz vorbereitender Gespräche und Arztkoffer im Miniformat haben manche Kinder Angst vorm Arztbesuch. Geduld und folgende Tipps können helfen.

In einem bestimmten Alter (etwa zur U7, also mit rund zwei bis drei Jahren) ist es für Kinder fast normal, Angst vor dem Arzt und der Untersuchung zu haben – selbst wenn diese vorher keine schlechten Erfahrungen gemacht haben. Damit sich diese Angst aber nicht festsetzt, bereiten Sie weitere Arztbesuche mit Ihrem Kind gut vor.

Erzählen Sie Ihrem Kind, welche Untersuchungen wahrscheinlich bei ihm gemacht werden.
Erklären Sie ihm, warum es manchmal auch schmerzhafte Eingriffe gibt.
Machen Sie Ihrem Kind keine falschen Versprechungen, zum Beispiel dass es die Spritze gar nicht spüren würde. Sie würden hierdurch unter Umständen nur Vertrauen einbüßen.
Versichern Sie Ihrem Kind, dass Sie bei ihm bleiben werden.
Durch entsprechende Bilderbücher oder „Verarzten“ des Schmusetieres können Sie Ihr Kind auch spielerisch auf den Besuch in der Praxis vorbereiten.
Weigert sich ein Kind auch nach mehrmaligen Versuchen, von einem bestimmten Arzt untersuchen zu lassen, probieren Sie es bei einem anderen Arzt. Oft ist die Person das Problem und nicht die Untersuchung selbst.
Angst mit fatalen Folgen
Iatrophobie – die Angst vorm Arzt
Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Iatrophobie – der krankhaften Angst vor dem Arzt. Sie ertragen schlimme Schmerzen, verzichten auf notwendige Behandlungen und setzen sogar ihr Leben aufs Spiel.

Oft jahrelang unentdeckt
Mit Abstand am weitesten verbreitet ist die Angst vor dem Zahnarzt. Auch Neurologen, Orthopäden, Chirurgen, Internisten und Psychiater stehen auf der Vermeidungsliste ganz weit oben. Doch während sich die meisten Menschen trotz ihrer großen Angst durchringen und behandeln lassen, leidet der Iatrophobiker still vor sich hin. So bleibt die Angst oft lange unentdeckt. Mit fatalen Folgen für die Gesundheit: Die Betroffenen nehmen nicht an wichtigen Vorsorgeuntersuchungen teil, verzichten auf notwendige Impfungen und werden mitunter so krank, dass eine erfolgreiche Behandlung zunehmend schwieriger wird. So können sich aus einfachen Bagatellerkrankungen lebensbedrohliche Situationen entwickeln.

Ursachen
Die Ursachen für die Iatrophobie sind vielfältig. Für die einen ist es die panische Angst vor der Spritze, andere wiederum können kein Blut sehen. Häufig betroffen sind Personen, die als Kind schlechte Erfahrungen mit einem Mediziner gemacht haben oder von den Eltern zum Arztbesuch gezwungen wurden. Bei vielen Menschen steht die Angst vor einem negativen Befund im Mittelpunkt. Häufig ist die Iatrophobie aber nur Teilaspekt einer umfassenderen Angststörung.

Verzicht auf den weißen Kittel
Kaum zu glauben, aber viele Betroffene suchen erst dann einen Arzt auf, wenn sie ihre Schmerzen nicht mehr aushalten können. Um den Patienten die Angst vor dem Arzt zu nehmen, verzichten viele Mediziner bereits auf den weißen Kittel. Eine spezielle Verhaltens- oder Konfrontationstherapie ist ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma. Wenn der Patient zugibt, dass er Angst hat, ist der erste Schritt getan.